Bußgeld und Co.

Das ändert sich 2014 für Autofahrer

Auto Straße
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Das ändert sich für Autofahrer 2014.

Punktereform, Bußgelder, Warnwestenpflicht und Kfz-Steuer: Auch 2014 rollt so einiges auf die Autofahrer zu. Das wichtigste im Überblick.

CO2-Grenzwert

Der CO2-Grenzwert für Neuwagen sinkt von 110 auf 95 Gramm je Kilometer. Für alle im kommenden Jahr erstmals zugelassenen Autos, die diese Grenze nicht einhalten, wird eine höhere Kfz-Steuer fällig: und zwar je Gramm zwei Euro mehr. Für Dieselfahrzeuge, die bis zu 3,6 Liter, und Benziner, die maximal 4,1 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen, wird nur noch der Grundbetrag erhoben, der sich aus dem Hubraum und der Kraftstoffart errechnet.

Punktereform

Am 1. Mai 2014 tritt die Punktereform in Kraft. Dann startet das neue sogenannte Fahreignungsregister (FAER). Statt der bisherigen Skala von 1 bis 7 Punkten gibt es je nach Schwere des Vergehens noch 1, 2 oder 3 Punkte. Der Führerschein ist dann bei 8 statt 18 Punkten weg.

Bei vier oder fünf Punkten wird der Fahrer künftig schriftlich ermahnt, bei sechs oder sieben Punkten verwarnt. Neu ist auch, dass jeder Verstoß für sich verjährt und sich die Tilgungsfrist der alten Einträge durch einen neuen nicht mehr automatisch verlängert. Mit dem freiwilligen Besuch eines Fahreignungsseminars kann bei einem Punktestand von ein bis fünf Punkten ein Punkt abgebaut werden, jedoch nur einmal innerhalb von fünf Jahren.

Bußgelder

Ab dem 1.5. 2014 werden Verkehrsverstöße nur im FAER eingetragen, wenn es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, die in der Anlage 13 zur Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) aufgelistet ist und die Geldbuße die neue Eintragungsgrenze von 60 Euro erreicht.

Mit der Punktereform steigen auch Bußgelder. Handy am Steuer kostet dann 60 statt 40 Euro. Fehlende Winterreifen stehen jetzt mit 60 Euro im Bußgeldkatalog. Wer Haltezeichen eines Polizisten nicht Folge leistet, die Vorfahrt oder ein Rotlicht nicht beachtet, muss 70 statt 50 Euro überweisen. Das Einfahren in eine Umweltzone ohne oder mit einer falschen Plakette wird mit 80 statt 40 Euro bestraft, dafür gibt es aber keinen Punkt mehr.

Warnwestenpflicht

Spätestens ab 1. Juli 2014 muss in allen in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw und Bussen eine Warnweste, die der Europäischen Norm EN 471 entspricht, vorhanden sein. Motorräder bleiben von der Pflicht ausgenommen.

Internet-Abmeldung

Über die Internetseite des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) können ab 1. Januar 2015 Fahrzeuge abgemeldet werden. Sicherheitscodes im Fahrzeugschein und auf den Prüfplaketten der Kennzeichen sowie der neue Personalausweis sollen das möglich machen. Weitere Zulassungsverfahren, z. B. beim Kauf und Verkauf von Fahrzeugen, sind angedacht, aber noch nicht endgültig entschieden.

Kennzeichen

In einigen Bundesländern ist die Regelung schon eingeführt, ab dem 1. Januar 2015 gilt sie bundesweit: Autofahrer dürfen bei einem Umzug ihr Kennzeichen mitnehmen. Auswirkungen auf die Kfz-Versicherung hat die bundesweite Kennzeichenmitnahme nicht, da die Tarife weiterhin vom Wohnort abhängen.

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