Opels Umweltflotte

Die Lehre vom Spritsparen

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Öko-Zwerg im Test: Redakteur Uli Heichele mit dem Corsa EcoFLEX.

Grün, natürlich. Welche Farbe hätte er auch sonst haben sollen, dieser Corsa? Ist ja auch ausdrücklich als umweltfreundliches Auto gebaut. Das sagt uns Opel...

mit dem Names-Zusatz EcoFLEX, der den Spritspar-Autos des Hauses vorbehalten ist.

EcoFLEX, ein kleines buntes Kunstwort. Was sich dahinter verbirgt, ist allerdings ein ganzer Haufen an besonderer Technik. Denn wenn es eine wirklich große Lehre gibt, die die Auto-Ingenieure in den vergangenen Jahren gezogen haben, dann diese hier: Kleinvieh macht auch Spritersparnis. Wer den Benzin- (oder Diesel-)Durst der Autos drücken will, der kommt nicht mit einem einzigen Patentrezept aus, sondern muss an allen Ecken und Enden ansetzen. Das fängt bei den Reifen an und geht vom Motor über das Getriebe bis hin zur Karosserie. Wer dann Erfahrungen gesammelt hat mit all den vielen Möglichkeiten, der kann sie quer durch die Modellpalette anwenden.

Bei Opel zum Beispiel gibt’s die Spritspar-Technik nicht bloß im kleinen Corsa, sondern auch in den größeren Brüdern. Für Benziner, für Diesel und für Gas-Autos. Also eigentlich für alles. Ein paar dieser Autos haben wir zuletzt ausprobiert – um zu sehen, ob Sparen auch Spaß machen kann. Die Eindrücke:

Corsa 1.3 CDTI.

Der hat 95 PS, was für einen Kleinwagen nicht so schlecht ist. Der Verbrauch liegt laut Werk bei 3,6 Litern auf 100 Kilometer, das sind 0,6 Liter weniger als ohne die Öko-Technik. Unter anderem hat dieser grüne Corsa Start-Stopp-System, ein länger übersetztes Getriebe, ein tiefer gelegtes Fahrwerk und einen kleineren Tank. Und wissen Sie was? Spüren tut man von alledem nix. Er fährt sich, wie man’s von einem Stadtflitzer erwartet. Ohne Spektakel und ohne größere Schwäche. Kostenpunkt: rund 15.000 Euro (für den Dreitürer).

Astra 1.7 CDTI.

Der Spritsparer im Wolfspelz. Die Karosserie ist ja auf sportliche Optik getrimmt, aber die (130) Pferdchen des Diesel-Motors sind gezähmt. Das passiert zum Beispiel mit reibungsoptimiertem Motor, neuer Getriebeabstimmung und der Hochschalt-Empfehlung im Cockpit. In der Summe ergibt das einen theoretischen Verbrauch von 4,7 Litern/100 Kilometer. Unser Eindruck: ein gut geschnürtes Paket – auch wenn das Auto in dieser Variante tatsächlich sportlicher aussieht, als es sich fährt. Kostenpunkt: rund 23.000 Euro (für den Fünftürer).

Insignia 2.0 CDTI BiTurbo.

Jetzt packt der freundliche Herr den Hammer aus! Der Insignia, der ja eigentlich gut als braves Vertreter-Auto taugt, ist in dieser Version ein gleichermaßen scharfes wie sparsames Gerät. 195 PS bei 4,9 Litern auf 100 Kilometer, Respekt. Start-Stopp-System ist an Bord, dazu gibt’s eine Hochleistungsbatterie und rollwiderstandsarme Reifen. Fahreindruck: ein sehr präzises Auto mit Bumms. Und: Respekt, wie direkt der Motor am Gas hängt. Kostenpunkt: rund 33 000 Euro (für die Limousine).

Zafira Tourer 2.0 CDTI.

Die Familienkutsche. Was uns gefällt: Viel, viel

Platz innendrin und ein ehrliches Fahrverhalten. Was die Technik angeht: Der Zafira ist ausgerüstet mit Start-Stopp-System, einem Turbolader mit aktiver Turbinengeometrie und einem Kühlergrill, der bei hohem Tempo automatisch Lamellen schließt. Dabei kommt ein Verbrauch von 4,5 Litern/100 Kilometer raus. Eine Sport-Granate ist er nicht – aber dafür haben sie ihn ja auch nicht gebaut. Kostenpunkt: rund 27.000 Euro.

Opel Zafira Tourer: Die dritte Generation

Opel Zafira Tourer: Die dritte Generation

Uli Heichele

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