Auch bei Plusgraden

Glatteis: Hier sollten Sie besonders vorsichtig fahren

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat stellt klar: Schon bei drei bis vier Grad Celsius kann es zu Glatteis kommen. Foto: Jens Büttner
+
Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat stellt klar: Schon bei drei bis vier Grad Celsius kann es zu Glatteis kommen.

Die Kombination von kühlen Temperaturen und hoher Luftfeuchte kann schnell für Glatteis sorgen - auch bei über null Grad. Wo Autofahrer besonders vorsichtig sein sollten.

Bonn - Der Gefrierpunkt liegt bei null Grad Celsius. Doch Autofahrer, die erst dann an Glatteisgefahr denken, täuschen sich: Schon bei drei bis vier Grad Celsius kann die Straße gefrieren, stellt Jürgen Bente vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) klar.

"Kalte Luft zieht nach unten", erklärt der Experte. Ist die Luft dann feucht - wie das etwa bei Nebel der Fall ist - kann sie auf dem Boden kondensieren und gefrieren. Besonders gefährlich ist es in Waldschneisen und Senken sowie auf Brücken. Bei Schneisen und Brücken können Luftströmungen für eine stärkere Auskühlung des Bodens sorgen.

Senken liegen tiefer, kältere Luft sinkt ab: "Deshalb gefriert es dort eher", sagt Bente. An diesen Stellen sollten Autofahrer bei kühlen Temperaturen vorsichtig fahren, empfiehlt Bente. "Besser schon vorher die Geschwindigkeit drosseln." Denn selbst mit modernen Bremssystemen verlängert sich der Bremsweg auf glatter Fahrbahn erheblich, erläutert der Experte.

Wer ABS an Bord hat, tritt beim Abbremsen das Pedal voll durch, rät der ADAC. Das Bremspedal rattert, wenn das ABS eingreift. Der Wagen bleibt dann in der Regel ausreichend stabil in der Spur, braucht aber dennoch mehr Strecke bis zum Stillstand, so der Autoclub.

Hat das Fahrzeug kein ABS, sollten Autofahrer laut ADAC nur vorsichtig abbremsen. Sonst kann das Auto außer Kontrolle geraten. Grundsätzlich vermeiden sollte man hektische Lenkmanöver.

dpa/tmn

auch interessant

Meistgelesen

Dieser schräge Typ überlebt jeden Autounfall
Dieser schräge Typ überlebt jeden Autounfall
Pinkel-Pause im Stau kostet Schweizer 550 Euro 
Pinkel-Pause im Stau kostet Schweizer 550 Euro 
E-Auto aus den 1970er Jahren knackt Weltrekord
E-Auto aus den 1970er Jahren knackt Weltrekord
Noch im Einsatz: Polizei BMW Isetta
Noch im Einsatz: Polizei BMW Isetta

Kommentare