GM bestätigt

42 Tote wegen defekter Zündschlösser

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General Motors zahlt für jedes Todesopfer mindestens eine Million Dollar (gut 800.000 Euro), für hinterbliebene Ehepartner und Unterhaltsberechtigte sollen je 300.000 Dollar fließen.

Im Skandal um den verspäteten Rückruf von Fahrzeugen mit defekten Zündschlössern hat der US-Autohersteller General Motors (GM) mittlerweile 42 Todesfälle eingeräumt.

Das teilte am Montag der Anwalt Kenneth Feinberg mit, der einen von GM eingerichteten Entschädigungsfonds verwaltet. Insgesamt seien seit August 251 Anträge eingegangen, in denen Schadenersatz wegen tödlicher Unfälle geltend gemacht worden sei. Davon würden derzeit noch 34 Fälle geprüft. Anfänglich hatte der Konzern nur 13 Todesfälle anerkannt.

GM zahlt für jedes Todesopfer mindestens eine Million Dollar (gut 800.000 Euro), für hinterbliebene Ehepartner und Unterhaltsberechtigte sollen je 300.000 Dollar fließen. Dazu kommen weitere Entschädigungszahlungen für erlittene Verletzungen. Feinberg erklärte, dass insgesamt 2326 Forderungen nach Schadenersatz bei dem Fonds eingegangen seien. Die Frist für Antragssteller läuft nach einer Verlängerung Ende Januar ab.

60 Rückrufe im Jahr 2014

General Motors musste Anfang des Jahres 2,6 Millionen Autos aus den Jahren 2003 bis 2011 zurückrufen, weil die Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Position springen und so neben dem Motor auch die Elektronik ausschalten können. Dies kann dazu führen, dass Airbags, Servolenkung und Bremskraftverstärker ausfallen. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Lösung des Problems verschleppt zu haben.

Im Mai hatte GM wegen der verspäteten Rückrufe die Zahlung einer Geldbuße von 35 Millionen Dollar an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA akzeptiert. Auch das Justizministerium untersucht das Vorgehen des größten Autokonzerns der USA.

Anwalt Kenneth Feinberg bei einer Anhörung im Senat.

Landesweit reichten Anwälte Sammelklagen gegen General Motors ein. Während das Unternehmen Unfallopfer und ihre Familien entschädigen will, wehrt es sich gegen die Forderungen eines Großteils der Autobesitzer, die Reparaturkosten oder einen Wertverlust geltend machen wollen.
Als Reaktion auf die Affäre veranlasste die Konzernchefin Mary Barra eine Qualitätsüberprüfung bei GM-Modellen, die weitere Rückrufe zur Folge hatte. Der Konzern holte seit Jahresbeginn weltweit mehr als 30 Millionen Autos wegen verschiedener Mängel in die Werkstätten. Besonders betroffen ist der nordamerikanische Markt.

Autodebakel - die größten Rückrufaktionen

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AFP

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