Betrunkene Radler riskieren Auto- und Radfahrverbot

Lieber stehen lassen: Betrunken Radfahren ist nicht nur gefährlich, es kann auch den Führerschein kosten.  Foto: Jens Büttner
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Lieber stehen lassen: Betrunken Radfahren ist nicht nur gefährlich, es kann auch den Führerschein kosten.  Foto: Jens Büttner

Neustadt (dpa/tmn) - Betrunkene Radfahrer riskieren ihren Führerschein. So weit, so bekannt. Aber die Folgen können noch schwerwiegender sein. Verweigert der Delinquent eine MPU, darf ihm sogar das Radfahren untersagt werden.

Auch wegen Fahrradfahrens unter Alkoholeinfluss kann der Führerschein entzogen werden - und es besteht sogar die Möglichkeit eines Radfahrverbots. Jedenfalls dann, wenn der Radler ein gefordertes medizinisch-psychologisches Gutachten nicht fristgerecht beibringt. Das entschied das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße (Az.: 3 L 636/14.NW), wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.

In dem verhandelten Fall war ein Fahrradfahrer betrunken und ohne Licht unterwegs. Er geriet in eine Verkehrskontrolle der Polizei. Die anschließende Blutalkoholuntersuchung ergab einen Wert von 1,73 Promille. Einer Anordnung zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) kam der Radler nicht nach. Daraufhin wurde ihm der Führerschein entzogen. Zu Recht, wie das Verwaltungsgerichts entschied. Die 1,73 Promille sprächen für ein hohes Maß an Alkoholgewöhnung, das nur durch den regelmäßigen Konsum großer Mengen Alkohols erreicht werden könne. Das lasse die Befürchtung zu, dass der Mann auch motorisiert stark alkoholisiert am Straßenverkehr teilnehme. Und da der Radler seine Fahreignung nicht mit Hilfe einer MPU nachgewiesen hatte, sei auch das Fahrradfahrverbot rechtmäßig.

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