Opel Zafira Tourer: Starke Familienkutsche

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Ausflug ins Murnauer Moos: Unser Tester Hans Moritz genoss mit seinen Töchtern Yanica (4) und Fina (6) die Ausfahrt im neuen Zafira Tourer.

Wer Kinder zu Hause hat, der muss zumindest in der Rolle des Vaters Abschied nehmen von flotten Flundern, rassigen SUVs oder schnittigen Cabrios.

Zafira Tourer 2.0 CTDI

Motor: 4-Zylinder Diesel Hubraum: 1965 ccm Leistung: 165 PS
Gepäck: 1772 Liter(Siebensitzer) 1860 Liter (Fünfsitzer)
Höchstgeschw.: 205 km/h Von 0 auf 100 km/h: 9,9 s CO2-Ausstoß: 159g/km Verbrauch: 9,0 l innerorts/ 4,9 l außerorts/ 6,0 l kombiniert
Preis: 34.800 Euro

 

Stattdessen ist Familienkutsche gefragt – nicht schön, aber praktisch und vor allem mit einer so breiten Heckscheibe, dass man alle Kindernamen aufs Glas kleben kann.
Schön, dass es Alternativen gibt. Der Opel Zafira Tourer ist eine davon. Innen wie außen macht der Van mit seinem stromlinienförmigen Design und der auffälligen Partie um die Frontscheinwerfer eine gute Figur. Er verbindet praktische Eigenschaften wie eine dritte Sitzbank oder einen großräumigen Kofferraum mit Top-Fahreigenschaften. Besonders angenehm: Die Insassen sitzen deutlich höher als in einer Limousine. Das macht vor allem das Fahren im innerstädtischen Verkehr komfortabler. Parksensoren und eine Rückfahrkamera sorgen dafür, dass man mit dem Zafira Tourer nicht aneckt. Eine Besonderheit beim dritten Auge ist die Einspiegelung der Fahrroute. Doch das ist nur eine von vielen Sicherheitsvorkehrungen. Eine weitere ist die Überwindung des Toten Winkels. In den Rückspiegeln wird per blinkender Signalleuchte angezeigt, wenn ein Fahrzeug schräg hinter dem Zafira Tourer fährt.

Den Zafira Tourer gibt es mit Benzin- und Dieselmotoren der Norm Euro 5 zwischen 115 und 165 PS. Wir haben das höchstklassige Modell 2.0 CDTI getestet, das sich als wahres Kraftpaket erweist. Der kräftige Dieselmotor mit 165 PS reserviert dem Opel auf der Autobahn die linke Spur. Auf der Landstraße sind Überholmanöver kein Problem. Erfreulich ist die sofort reagierende Lenkung. Die Start-Stop-Automatik ist auffällig unauffällig. Niemand muss Angst haben, bei einer auf Grün umspringenden Ampel nicht schnell genug wieder anzufahren.

Opel Zafira Tourer

Opel Zafira Tourer: Die dritte Generation

Ein besonderes Zuckerl für Liebhaber ist die dezente Beleuchtung der Zierleisten im Inneren. Die separaten Lampen für alle Sitze eröffnen auch den Kleinen alle Möglichkeiten bei längeren Fahrten.

Alles eitel Sonnenschein? Leider nein. Denn wie in anderen Opel-Modellen weist auch der Zafira Tourer zwar viele einzelne Staufächer im Cockpit auf. Doch die Aufnahmemöglichkeiten sind sehr begrenzt. Die Armaturen in der Mitte des Cockpits sind üppig bemessen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Denn der Überblick droht rasch verloren zu gehen. Und der Fahrer soll sich ja auf den Verkehr konzentrieren und nicht an irgendwelchen Knöpfen herumspielen müssen. Etwas antiquiert wirkt auch die Zündung, die immer noch den Schlüssel verlangt. Infraroterkennung, bei der der Schlüssel in der Jackentasche bleiben kann, gehören bei anderen Herstellern wie Ford längst zum Standard.

Doch das Positive überwiegt ganz klar. Unser Fazit: Der Zafira Tourer verbindet die Anforderungen an eine Familienkutsche mit jeder Menge Komfort und Fahrspaß. Und mit Preisen zwischen 22.950 und 34.800 Euro bekommt man jede Menge Auto für sein Geld.

Hans Moritz

Der Sonne entgegen- Opel Zafira Tourer

Opel Zafira Tourer: Die dritte Generation

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