Für Bestager

BMW 2er Active Tourer: Wandel auf neuen Wegen

BMW 2er Active Tourer
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Der neue BMW 2er Active Tourer gibt es ab dem 27. September zu Preisen ab 27.200 Euro.

Über anvisierte Verkaufszahlen spricht man bei BMW ja grundsätzlich nicht. Aber es muss sich lohnen – sonst würden sich die Münchner wohl kaum auf ungewohntes Terrain wagen...

...und mit dem BMW 2er Active Tourer nicht nur einen – nun ja, und das hört man bei den Münchnern nicht so gern – Kompaktvan bauen, sondern auch noch einen mit Frontantrieb und Dreizylinder. Im Visier: eigenes Klientel anderer Baureihen, Fahrer der Mercedes B-Klasse, aber auch Opel-Astra- und Golf-Sportsvan-Nutzer. Den potenziellen Kunden stellt man sich als aktiven, dynamischen Outdoor-Abenteurer vor, der seine Freizeit mit Trekking, Bergsteigen, Skiwandern, Fallschirmspringen usw. verbringt. Dabei dürfte der komfortable BMW Active Tourer durchaus auch bandscheibengeplagte Best­ager ansprechen, die es leid sind, sich in schnittigere Karosserien plumpsen zu lassen – um dann nur schwerlich wieder herauskommen. Wir haben uns den Neuling, der ab 27. September zu Preisen ab 27.200 Euro die Straßen erobern soll, schon mal angeschaut und bei Bergfahrten durchs Ötztal ausprobiert.

Nun liegt Schönheit ja immer im Auge des Betrachters. So auch hier: Obwohl man die typischen BMW-Gene erkennt, fehlt dem Kompakten eine Prise jener latent aggressiven Sportlichkeit, die einen Wagen der bayerischen Autobauer so begehrlich machen. Und daran ändern auch die kultivierten Formen und das proppere Hinterteil nichts. Vielleicht liegt’s an seinen kompakten Maßen des BMW-Van (4,34 Meter Länge, Radstand 2,67 Meter) kombiniert mit einer gewissen Höhe (1,55 Meter)?

Der Einstieg ist entsprechend komfortabel, als Fahrer sitzt man zwölf Zentimeter höher als im 1er. Im Inneren geht es dann wieder BMW-typisch zu – heißt: gewohnt edle Materialien, schöne Formen, aufgeräumtes Cockpit, logische Anordnung. Hinzu kommen jede Menge praktische und vor allem große Ablagen – darauf hat man viel Wert gelegt. So lässt sich auch eine große 1,5-Liter-Wasserflasche in der Seitentür bequem verstauen. Ansonsten fällt das optionale Head-up-Display auf. Es ist allerdings nicht in die Frontscheibe integriert, die relevanten Daten werden auf eine ausfahrbare Scheibe zwischen Lenkrad und Windschutzscheibe projiziert. Ist es korrekt eingestellt (und nur dann), lassen sich die Fahrinformationen, ohne den Blick von der Fahrbahn abzulenken, ablesen.

Praktisch

Die dreigeteilte Rücksitzbank lässt sich um zwölf Zentimeter waagerecht verschieben. Dadurch wächst entweder die Kniefreiheit für Mitreisende oder der Kofferraum (normal 468 Liter). Mit umgelegten hinteren Sitzen beträgt das Ladevolumen sogar 1.510 Liter. Und wem das immer noch nicht genug ist: Auf Wunsch kann auch noch die Lehne des Beifahrersitzes umgeklappt werden, Gegenstände bis zu 2,40 Metern Länge lassen sich dann im Active Tourer verstauen. Alle Hände voll? Kein Problem. Die Heckklappe kann optional mit Fußgeste geöffnet werden.

Nun also die Sache mit dem Frontantrieb: Das fühlt sich gut an! Souverän schiebt sich der Active Tourer auf den Berg und schraubt sich gekonnt durch die Kurven. Die Lenkung arbeitet genau und reagiert direkt. Und dieses Fahrwerk! Ein Traum.

Kommen wir zu den querverbauten und daher platzsparenden Motoren: Zur Markteinführung gibt’s drei – den 218i mit Dreizylinder (136 PS), wir fuhren den 225i mit 8-Gang-Automatik und 231 PS sowie den 218d als Vierzylinder, Handschalter und mit 150 PS (Drehmoment 330 Nm). Am meisten hat der 225i mit seinem Durchzugskraft und Ansprechverhalten überzeugt.

Kurzes Fazit

Schöne Motoren, gute Fahreigenschaften, viel Platz und Praktisches, und doch – dem Van fehlt die BMW-Magie.

Der neue BMW 2er Active Tourer

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Katrin Basaran

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