Aus zwei Welten

Der Schöne und das Biest: BMW 2er Cabrio und X6 M

Zwei Welten aus einem Konzern: 2er Cabrio und BMW X6 M.
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Zwei Welten aus einem Konzern: 2er Cabrio und BMW X6 M.

Neues von BMW: Formschöne Eleganz und brachiale Power, hier das leichtfüßige 2er Cabriolet, dort der auch für Rennstrecken taugliche X6 M. Mit diesen beiden Modellen starten die Münchner in das neue Jahr, wir sagen Ihnen, wie die erste Ausfahrt mit den beiden Modellen war.

Das neue BMW 2er Cabrio – das ist Liebe auf den ersten Blick, die bestimmt nicht nur einen Sommer lang hält. Elegant, praktisch und gut kommt das kleinste Cabriolet der Münchner daher, gemacht für Großstädter mit kleinen Parklücken und der immerwährenden Versuchung, am Wochenende raus aufs Land zu fahren. Knapp 5000 Euro mehr kostet das Frischluft-Fahrgerät als ein vergleichbares Coupé, das Basismodell, der 218i, startet damit bei 32.200 Euro.

Die elegante Linie des in 20 Sekunden ein- oder ausfahrbaren Stoffdachs verschafft dem 2er einen noch raffinierteren Auftritt. Und das Verdeck ist leiser als das des Vorgängers. Dank einer zusätzlichen Dämmschicht sind die Fahrgeräusche bei geschlossenem Dach um sieben Dezibel reduziert worden. Ebenfalls neu ist das Raumgefühl. Dank eines auf 2,69 Meter verlängerten Radstandes hat man schon fast Limousinengefühl im kleinen 2er. Gewachsen ist er auch in der Länge (sieben Zentimeter) und in der Breite (drei Zentimeter). Bei den Motoren gibt es bewährt Sonores aus dem Konzernregal.

Motoren für das BMW 2er Cabrio

Der Diesel (220d ab 38.000 Euro) mit 190 PS soll dabei nur schlanke 4,4 Liter verbrauchen, der M 235i, der aber erst Mitte des Jahres auf den Markt kommen soll, hat 362 PS, wird ab 49.100 Euro kosten und soll ab 8,5 Liter schlucken. Jetzt kann man nur hoffen, dass es – das nötige Kleingeld vorausgesetzt – bald Sommer wird in München. Oben ohne ist heuer groß in Mode.

BMW X6 M mit 575 PS

Für Tiefstapler oder Menschen, die das unterkühlte Understatement lieben, ist dieses – wie soll man sagen – Urviech nichts. Denn der BMW X6 M liebt den großen Auftritt. Schon wer das High-Tech-Monstrum startet, wird an die sprichwörtlichen 100.000 heulenden Höllenhunde von Kapitän Haddock (Tim & Struppi) erinnert. Aber wer das Biest über die Straßen scheucht, wird feststellen, dass dank des mächtigen 4,4-Liter-V8-Motors auch 2,3 Tonnen Gewicht leichtfüßig über den Asphalt tänzeln können.

Kein Wunder, hat das Triebwerk doch schon fast unverschämte 575 PS, die unter dem Einsatz von 750 Nm Drehmoment (zwischen 2200 und 5000 U/min) das Auto in 4,2 Sekunden auf Tempo 100 bringen. Dabei soll der Verbrauch bei durchschnittlich 11,1 Liter liegen. Das kann man ruhig den Träumen überlassen, denn realistisch ist das ganz und gar nicht. Nur träumen können von diesem Koloss auch viele Menschen, wenn sie den Preis anschauen.

Der BMW X6 M startet bei 117.700 Euro, der X5 M, der ebenfalls zum Marktstart im April zu haben sein wird, kommt auf 114.300 Euro. Gebaut ist das mächtige Biest aus München, bei dem die Schönheit – wenn man so will – im präpotenten Auftritt eines Halbwüchsigen liegt, vor allem für die Vereinigten Staaten von Amerika, für die so genannten neuen Märkte (Russland, China) und natürlich für die Golfstaaten. Hier, wo Reichtum noch nach außen getragen wird, und wo man der Faszination Unvernunft noch gesellschaftlich ungestraft erliegen kann.

Boah! BMW X5 M und BMW X6 M

Boah! BMW X5 M und BMW X6 M

RDF

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