Im Praxistest

BMW 3er Touring: Der Platzhirsch aus München

BMW 3er Touring
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Elegant und  geräumig: der 318d Touring

So neidisch wir sonst auf den 3er-BMW unserer Freunde schielten – bei gemeinsamen Urlaubsfahrten konnten wir, stolze Besitzer eines französischen Kombi, triumphieren: Unser Auto hat einen viel größeren Kofferraum!

Der Sportkombi ist im Vergleich zu seinem Vorgänger zehn Zentimeter länger geworden (4,62 Meter).

Der Platzmangel war ein Thema, das wohl auch den BMW-Technikern bewusst war – und das beim neuen 3er Touring zumindest zum Teil behoben wurde. Bei unseren Probefahrten mit dem Kombi der meistverkauften BMW-Serie zeigte sich: Auch ein BMW 3er Touring besteht mittlerweile den Möbel- oder den Baumarkt-Einkaufstest! Das Kofferraumvolumen von 495 Litern lässt sich auf ordentliche 1500 Liter vergößern – 115 Liter mehr als beim Vorgängermodell. Nicht nur in Werbefilmchen, sondern auch in der Realität der Einkaufshektik gelingt es blitzschnell und mit jeweils einem Handgriff, die Rücksitze umzulegen.

Jetzt lässt sich also der volle BMW-Komfort genießen – und wir müssen bei der Urlaubsfahrt trotzdem nicht mit Gepäck knausern. Die satte Beschleunigung (von 0 auf 100 km/h in 9 Sekunden), die kräftigen 143 PS – der 318d ist eben mehr als ein schnöder Kombi.

BMW 318d

Breite: 1,811 Meter
Höhe: 1,429 Meter
Hubraum: 1995 cm3 Leistung: 105kw/143 PS Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Verbrauch städtisch: 5,8 Liter auf 100 km
Verbrauch außerstädtisch: 4,1 l /100 km
CO2-Ausstoß: 123 g/km

Das muss er auch sein, angesichts des stolzen Preises: Der Grundpreis von 34.750 Euro (36.900 Euro für den Automatik) schraubt sich bei einer einigermaßen guten Ausstattung schnell auf rund 40.000 Euro hoch. So kostet das Parkassistent-Paket beispielsweise 1190 Euro Aufpreis. Zur Basisausstattung gehören neben sicherheitsrelevanten Details wie Seitenaufprallschutz, Airbags, ABS und Zentralverriegelung mit Crash-Sensor auch Spielereien wie der Fahrerlebnisschalter: Je nach Stimmung lässt sich damit sportlich brettern – und wenn das schlechte Öko-Gewissen sich bemerkbar macht, kann man auf dem Display den Diesel-Sparerfolgen zuschauen, nachdem man auf Eco Pro umgeschaltet hat.

Die Rücksitzbank lässt sich serienmäßig im Verhältnis 40:20:40 teilen. Die Ladekante mit Edelstahlblende ist nur 62 Zentimeter hoch und die Heckklappe, mit separat aufschwingender Heckscheibe, öffnet automatisch.

Der Verbrauch liegt laut Hersteller bei im Schnitt 4,7 Litern pro 100 Kilometer. Sympathisch ist, dass BMW auf allzu viele Knöpfchen und Schalter verzichtet. Egal ob Radio, CD oder Navi: Alles lässt sich bequem mit einem Schalter bedienen, ohne dass der Fahrer fürchten muss, die Kontrolle über den Wagen zu verlieren, nur weil einem der Radiosender gerade nicht mehr gefällt.

Aber bei allem Fahrspaß und Komfort: Als Familienkutsche hat der 318d doch noch so seine Tücken. Zwar hat der 3er in Sachen Beinfreiheit für die Hinterbank gegenüber früheren Versionen zugelegt. Aber noch immer lässt der Sitzkomfort gegenüber (preiswerteren) Kombis anderer Hersteller ein bisserl zu wünschen übrig. Das signalisierte uns zumindest das Jammern der erwachsenen Töchter auf der Rückbank nach längerer Fahrt.

Der neue BMW 3er Touring

Der neue BMW 3er Touring

Versöhnt waren sie jedoch wieder durch das praktische, aus der Rückenlehne herausklappbare Tischchen mit Becherhaltern. Und Fahrer und Beifahrerin vorne waren ohnehin vom Sitzkomfort angetan. Nachdem wir uns erst mal daran gewöhnt hatten, so tief zu kauern, merkten wir rasch: Gerade bei längerer Fahrt dankt unser Rücken den BMW-Designern.

Fazit

All der Komfort, die schnelle Beschleunigung beim Überholen und das Gefühl von Sicherheit selbst bei hohen Geschwindigkeiten sprechen für den 318d – nur der Geldbeutel argumentiert noch dagegen …

KR

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