Kameras als Beifahrer

Dashcams: Jeder zweite Autofahrer will eine

ACV Automobil-Club Verkehr"
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An der Windschutzscheibe befestigt, zeichnet eine „Dashcam“ das Geschehen auf.

Dashcams auf dem Armaturenbrett überwachen den Verkehr. Fast jeder zweite Deutsche würde sich laut einer Umfrage eine Kamera fürs Auto kaufen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

Datum, Uhrzeit oder Tempo - Dashcams zeichnen alles auf, was vor der Motorhaube geschieht. Ähnlich wie Navigationsgeräte lassen sie sich leicht an der Windschutzscheibe zu befestigen. Im Internet finden sich schon zahlreiche skurrile Unfallvideos aus dem Ausland.

Hierzulande ist der Einsatz von Kameras an Bord noch nicht klar geregelt. Autofahrer, die Dashcam-Aufnahmen ins Internet stellen, müssen in Bayern mit krassen Bußgeldern rechnen. Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Ansbach sind "die Datenschutzinteressen der heimlich Gefilmten sind höher zu bewerten als das Interesse des Autofahrers an einem Videobeweis etwa für den Fall eines Unfalls."  (Az.: AN 4 K 13.01634).

Falls jedoch der Gesetzgeber den Einsatz von Dashcams erlaubt, würden sich aber fast jeder zweite Autofahrer eine zulegen. So das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des ACV Automobil-Club Verkehr.

Demnach sind 68 Prozent der Befragten überzeugt, dass die Kameras falsche Anschuldigungen bei einem Unfall oder Schaden verhindern könnten, wenn Videos als juristische Beweismittel zugelassen werden würden. Auch Parkrempler mit Fahrerflucht oder Vandalismus wären für einige mit Hilfe dieser Technik Geschichte.

Daneben sind 59 Prozent überzeugt, dass Dashcams den Verkehr sicherer machen. Drängeln oder dichtes Auffahren, Rotlichtsünden, aber auch Regelverstöße von Fahrradfahrern würden abnehmen.

Bedenken: "Atmosphäre der Überwachung"

Der willkürlichen Verbreitung von Filmen im Netz stehen 43 Prozent der Befragten skeptisch gegenüber. 42 Prozent fühlen sich durch die Nutzung der Kameras ständig überwacht.

Das Videomaterial auch im Falle eines selbstverschuldeten Verkehrsunfalls an die Polizei und ihre Versicherung weiterzugeben, könnte sich die Hälfte vorstellen. Dagegen würden 21 Prozent die Aufnahmen zurückhalten.

Umfrageergebnisse im Detail

Beweissicherung im Schadenfall 68 Prozent
- Dashcams können vor Fahrerflucht bei Parkunfällen schützen 44 Prozent
- Dashcams schützen vor Vandalismus 34 Prozent
- Dashcams schützen im Ernstfall vor der unberechtigten Höherstufung der Versicherungsprämie 30 Prozent
Der Einsatz von Dashcams reduziert Verkehrsdelikte wie Drängeln und zu dichtes Auffahren 59 Prozent
Rotlichtsünden nehmen ab 32 Prozent
Einsatz der Kameras senkt die Regelverstöße von Fahrradfahrern 22 Prozent
Zahl der Verkehrsdelikte sinkt nicht durch die Verwendung von Dashcams 22 Prozent

Woher kommt der Begriff Dashcams?

Dashcams  - der Begriff setzt sich aus den englischen Worten „dash board“ für Armaturenbrett und „camera“ zusammen. 

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