Einer für Vieles

Der flexible Dauerbrenner - Fiat Ducato

Fiat Ducato
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Fiat Ducato: Einer für viele Gelegenheiten. Nun ist die sechste Generation auf dem Markt.

Der Fiat Ducato ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Dauer(b)renner. Ob als Kastenwagen, Baustellentransporter, Kleinbus für bis zu neun Personen oder Basisfahrzeug für Wohnmobile.

Der Allrounder ist der Bestseller des italienischen Autoherstellers unter den Nutzfahrzeugen. Jetzt genehmigt Fiat seinem Evergreen ein Facelift inklusive technischer Neuerungen, die ihn attraktiver und sparsamer machen sollen.

Für den wendigen Ducato sind vier Vierzylinder-Turnbodieselmotoren zwischen 115 und 177 PS im Angebot. Allein vom Kastenwagen gibt’s acht unterschiedliche Modelle mit vier Radständen sowie drei Aufbauhöhen mit einem Ladevolumen zwischen acht und 17 Kubikmeter. Den überarbeiteten Transporter gibt’s ab sofort als Kastenwagen mit kurzem Radstand ab 23.960 Euro netto. Wir haben uns den neuen Ducato etwas näher angesehen.

Optik

Die Motorhaube erhielt einen Falz und der geschwungene Kühlergrill geht jetzt in die langen Scheinwerfer über. Optional gibt’s für für 320 Euro Aufpreis LED-Tagfahrlicht.

Innenraum

Das Cockpit gleicht dem eines SUV’s – mit viel Plastikverkleidungen aber auch Lederapplikationen. Das Lenkrad ist so groß bzw. klein wie in einem Pkw, der kurze Schalthebel mit Lederknauf (optional) wurde daneben ergonomisch praktisch installiert und ist sehr handlich. Positiv zudem: Im neuen Ducato gibt’s angenehm wenig Knöpfe und Schalter. Viele Funktionen sind im Multimedia-Paket (Aufpreis 1070 Euro) auf dem 5-Zoll-Touchscreen integriert. Das beinhaltet zudem ein Tom-Tom-Navi, Rückfahrkamera, CD-Radio und Bluetooth-Anschluss für Mobiltelefone und Tablet-Computer. Drei Design- und Ausstattungslinien stehen zur Auswahl – Classic, Technik und Lounge. Die Sitze sind bequem und haben schmutzabweisende Bezügen. Optional gibt’s dafür auch eine hydraulische Federung sowie drehbare „Captain-Chairs“ mit Ledereinsätzen fürs Wohnmobil.

Motoren

Die Antriebspalette umfasst derzeit vier Vierzylinder-Turbodiesel. Topmotor ist der 3,0-Liter-MultiJet mit 177 PS und einem maximalen Drehmoment von 400 Nm. Zusammen mit dem Sechsganggetriebe wird er vor allem in Reisemobilen eingebaut. Der Verbrauch beträgt zwischen 6,9 und 8,0 Litern. Volumenmodell ist der von uns gefahrene 2,3-Liter-Diesel mit 130 PS. Mit einem maximalen Drehmoment von 320 Nm sind wir sowohl im Stadtverkehr wie auch auf Landstraßen mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,4 Litern flott und trotzdem sparsam unterwegs. Überholvorgänge waren kein Problem. Für 1900 Euro Aufpreis steht für den 2,3-Liter- und den 3,0-Liter-Vierzylinder ein automatisiertes Sechsganggetriebe zur Verfügung, das den Spritverbrauch um rund fünf Prozent senken soll.

Ab Mitte Juli gibt’s den 3,0-l-Antrieb auch als Eco-Version: Auf maximal 90 km/h begrenzt, soll der Ducato dann nur noch 5,8 Liter benötigen. Anfang 2015 kommt der 3,0-l-Vierzylinder auch mit CNG-Erdgasantrieb. Er leistet 140 PS und ist der erste Ducato in der Emissionsklasse 6.

Technik

Die neue Servotronic-Lenkung passt die nötige Lenkkraft der Fahrsituation an und ist selbst in starken Kurven leicht zu handhaben. Ein verbessertes Fahrwerk und eine verstärkte Federung lassen den Ducato sportlich auf der Straße liegen und dämpfen auch größere Unebenheiten auf der Straße. Fiat hat zudem die Achslasten erhöht, sodass der Kastenwagen jetzt bis zu 2,1 Tonnen zuladen darf.

Ausstattung und Zubehör

Serienmäßig verfügt der Ducato über LED-Tagfahrlicht sowie ESP, eine elektronische Überschlagvermeidung, Berganfahrhilfe, Antischlupf und einen verstärkten Bremsassistenten. Optional gibt’s ein Sicherheitspaket mit Spurhalte-Assistent, und Verkehrszeichen-Erkennung und Abblendautomatik (476 Euro), Rückfahrkamera (333 Euro) sowie Einparkhilfe hinten (416 Euro), Tempomat (357 Euro) und ein elektronisches Sperrdifferenzial mit Bergabfahrhilfe (ab 300 Euro).

Das steckt im Fiat Ducato

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Heinz Wilhelm

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