Opel Meriva

Ein Flügeltürer für Familien

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Klein, aber oho: Der neue Opel Meriva ist ein intelligent gemachter Mini-Van für Groß und Klein.

Rolls Royce sei Dank: Die nobelste Automarke der Welt brachte 2006 das Verbot von hinten angeschlagenen Türen zu Fall. Vier Jahre kommt nun der neue Opel Meriva als Flexibilitäts- Champion auf den Markt.

Die vorderen und hinteren Türen öffnen sich unabhängig voneinander wie die Flügeltüren einer Altbauwohnung. Neben diesen FlexDoors trumpft der neue Kompakt-Van Meriva mächtig auf mit weiteren Innovationen wie FlexRail, FlexSpace und FlexFix.

Leichter Zugang: Dank der gegenläufig öffnenden Seitentüren kann man im Meriva viel besser ein- und aussteigen.

Bei der Entwicklung des neuen Opel Meriva nahmen sich Ingenieure und Designer von Beginn an die Wünsche potenzieller Kunden zu Herzen. Ein Pool von typischen Kompakt-Van-Nutzern wählte aus über 400 Produkten diejenigen aus, die im Meriva Platz finden sollten. Ergebnis: Zahlreiche intelligente Ablagen. Den Raum für das vielseitige Ablagensystem FlexRail schufen die Entwickler, indem sie jedem Modell schon ab Basisausstattung eine elektronische Parkbremse spendierten. So entstanden zwischen Fahrer und Beifahrer Ablagefächer für i-pods, Kleenex-Schachteln oder weitere Getränkehalter – alles nach eigenen Wünschen konfigurierbar. Markantestes Erkennungsmerkmal des neuen Meriva sind jedoch die einzigartigen FlexDoors: Die hinteren Türen sind an der C-Säule angeschlagen und öffnen sich nach hinten Wichtigster Vorteil: Leichterer Zugang zu den Rücksitzen, denn die Türen öffnen sich 84 Grad weit – konventionelle Hecktüren kommen nur auf rund 64. Außerdem ist der Türausschnitt größer, und beim Ein- und Aussteigen ist das hintere Radhaus nicht im Weg. Deshalb kann man in engen Parklücken beim neuen Meriva leichter zu- oder aussteigen.

Gut proportioniert: Auch von hinten macht der Meriva eine gute Figur.

Die früher als „Selbstmördertüren“ verschriene Konstruktion ist heute dank elektronischen Warn- und Verriegelungssystemen absolut sicher. Ein Verbot solcher Türsysteme in Deutschland kippte Rolls Royce vor vier Jahren durch intensive Entwicklungs- und Überzeugungsarbeit bei der EU. Ergebnis: Die Richtlinie ECER11 hat die gegenläufig öffnenden Autotüren wieder erlaubt und bescherte zunächst den Hinterbänklern im Rolls Royce Phantom den möglichst bequemen Einstieg.

Auch bei den Tests zum neuen Opel Meriva erwies sich die Flügeltürkonstruktion aus der Luxusklasse als Trumpf: Besonders Kinder schätzen den Coolness-Faktor, Opelaner sprechen sichtlich stolz vom „Rolls Royce-Effekt“. Und selbst ältere, skeptische Probanten machten beim Meriva laut Innendesign-Chef Stefan Arndt folgende emotionale Entwicklung durch: „Zunächst Skepsis, dann Überraschung, Gewöhnung, am Ende Begeisterung für die FlexDoors.“ Der Opel Meriva glänzt mit vielen weiteren Merkmalen, um das äußerst kritische und preisbewusste Kompakt-Van-Publikum zu überzeugen.

Alles am rechten Fleck: Meriva-Cockpit im gewohnten Opel-Design.

FlexSpace heisst das innovativste Sitz-Konzept im Minivan-Segment: Variable Gestaltung des Fonds ohne Sitze ein- oder ausbauen zu müssen. Dazu ein Außendesign, das mit Anleihen bei Opel Insignia und dem neuen Astra überzeugt. Oder FlexFix, der integrierte Fahrradträger am Heck, mit dem sich alles transportieren lässt, was nicht in den Innenraum passt. Und schließlich die Preispolitik: Der neue Opel Meriva wird mit Motoren zwischen 75 und 140 PS kaum mehr kosten, als sein Vorgänger. Das heißt: Ab gut 15 000 Euro wird der knapp 4,30 m lange und stolze 1,80 m breite Flexibilitäts- Champion zu haben sein – damit können sich ab Frühsommer 2010 selbst viele junge Familien den Traum vom Flügeltürer erfüllen.

Ralf Schütze

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