Ford: Gurt-Airbag jetzt beim Ford Mondeo

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Ein luftgefülltes Polster soll beim Crash vor Nacken und Brustkorbverletzungen helfen.

Sicherheitsgurte können Leben retten. Trotzdem ist das Verletzungsrisiko von Kinder und älteren Menschen bei Crash hoch. Ford bietet jetzt erstmals einen Gut-Airbag an.   

Ford führt mit dem neuen Mondeo im kommenden Jahr in Europa auch erstmals einen Gurt-Airbag für die Fondpassagiere ein. Speziell Kinder und ältere Personen werden besonders effektiv vor Kopf-, Nacken- und Brustkorb-Verletzungen geschützt. Bei einem Aufprall entfaltet sich in Sekundenbruchteilen ein luftgefülltes Polster und verteilt die Kräfte, mit denen die Sicherheitsgurte die Passagiere sicher auf ihren Plätzen halten, auf eine fünffach größere Körperfläche als bisher. Druckspitzen, die zu Verletzungen führen könnten, werden zugunsten einer gleichmäßig-geringeren Belastung deutlich reduziert.

Ford Mondeo

„Wir haben das neue System intensiv mit Crashtest-Dummys in allen Größen und Ausführungen getestet – es bietet im Vergleich zu konventionellen Gurt-Systemen ein hohes Maß an Extraschutz“, betont Jörg Döring, Entwicklungs-Ingenieur für Sicherheitsgurte von Ford Europa. Die Technologie ist bis dato auf dem europäischen Markt nicht erhältlich. Sie bietet einen Extraschutz für den Kopf- und Nackenbereich – Körperregionen, die speziell bei Kindern und älteren Menschen ein besonders hohes Verletzungsrisiko bieten.

Einbußen an Komfort oder in Kombination mit Baby-Schalen, Kindersitzen und Sitzerhöhungen soll es durch den neuen Airbag nicht geben. Mehr als 90 Prozent aller Menschen, die den neuen Gurt ausprobierten, fanden ihn ebenso bequem oder sogar noch angenehmer zu tragen als die übliche Ausführung, hat Ford in Tests ermittelt. Zurückzuführen sei dies auch auf die weichere Polsterung des Sicherheitsgurts.

Sein Debüt hat der Gurt-Airbag im vergangenen Jahr in der US-Variante des Ford Explorer gegeben. Gut 40 Prozent aller Käufer bestellen das Auto dort mit der neuen Sicherheitsausstattung.

Wie die übrigen Airbags im Fahrzeug wird auch der Gurt-Airbag durch spezielle Crash-Sensoren ausgelöst, sobald diese einen schweren Aufprall registrieren. Dabei strömt komprimiertes Gas aus einem Zylinder unterhalb der Rückbank über das Gurtschloss in den Gurt und entfaltet dort innerhalb von nur 40 Millisekunden das Prallkissen. Wichtiger Unterschied zu anderen Airbags: Das einströmende Gas bleibt kalt, es kommt zu keiner Hitzeentwicklung.

ampnet/jri

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