Unternehmen unter Druck

GM ruft 1,6 Millionen weitere Autos zurück

Detroit - Wieder Ärger für General Motors: Die Opel-Mutter musste erneut mehr als 1,6 Millionen Wagen in die Werkstätten rufen.

Darunter sind 971.000 Pkw, bei denen wie schon bei einer Rückrufaktion im Februar Probleme mit der Zündung auftreten könnten, wie der US-Autobauer am Freitagabend mitteilte. Weil das Risiko anfälliger Zündungen schon Jahre bekannt war, gerät GM in den USA nun zunehmend unter Druck.

Betroffen von dem Problem mit der Zündung sind die Modelle Chevrolet Cobalt und HHR, Pontiac Solstice und G5 sowie Saturn Ion und Sky der Baujahre 2008 bis 2011. Die meisten Modelle, nämlich 824.000, sollen in den USA zurück beordert werden.

Am Freitag wurden zudem 490.000 Kleinlaster und Geländewagen sowie 170.000 Chevrolet Cruzes zurückgerufen, wie GM am späten Abend mitteilte. Bei ersteren könnte ein Defekt im Ölkühlsystem Autos in Brand stecken, bei letzteren könnten sich die Wagen wegen Achsproblemen plötzlich in Bewegung setzen, wenn sie geparkt sind.

GM erhielt in den vergangenen Jahren hunderte Beschwerden von Kunden, dass der Zündschlüssel während der Fahrt in die Aus-Position zurückspringt. So können sich neben dem Motor auch die elektronischen Systeme ausschalten. Das schließt Probleme mit den Airbags ein, die sich dann nicht mehr öffnen können. Rund 30 Unfälle mit bis zu 13 Todesopfern sollen auf das Problem zurückzuführen sein.

Die fehlerhaften Teile wurden von 2003 bis 2007 verwendet. Der Autobauer will nun sichergehen, dass die neueren Modelle nicht denselben Fehler aufweisen. Wegen des Problems wurden seit Februar insgesamt 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten beordert. Mitte März gab es eine weitere Rückrufaktion für 1,8 Millionen Autos wegen anderer technischer Probleme.

afp

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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