Ab in die Werkstatt

Das sind die großen Auto-Rückrufaktionen

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Ab in die Werkstatt! Autohersteller rufen immer häuftiger ihre Modelle zurück. 

Airbag versagt, Zündschloss defekt oder das Verstellen des Fahrersitzes streikt  - die Rückrufe der großen Autobauer häufen sich. Das hat verschiedene Gründe.

Der größte Autohersteller der Welt, Toyota aus Japan, hat am Mittwoch 6,5 Millionen Fahrzeuge wegen technischer Probleme in die Werkstätten gerufen. Im Vergleich der vergangenen zehn Jahre handelt es sich um eine der größeren Rückrufaktionen.

Gerade noch beherrschte General Motors (GM) mit defekten Zündschlössern und tödlichen Unfällen die Schlagzeilen, Ende 2013 war es Volkswagen der 2,6 Millionen Autos in die Werkstatt bestellte. Die Mängel warum Autos in die Werkstatt müssen, sind sehr unterschiedlich. Doch Rückruf ist nicht gleich Rückruf. Die Mängel sind immer unterschiedlich. Auch nimmt die Zahl der betroffenen Autos zu, weil Hersteller in der Produktion bei verschiedenen Modellen gleiche Bauteile einsetzen. Taucht dann ein kleiner Fehler in einem Teil auf, betrifft das auf einen Schlag eine Menge Autos.

2014

Februar und März: Der US-Autohersteller General Motors (GM) ruft 2,6 Millionen Autos der Marke Chevrolet, Pontiac und Saturn zurück. Grund sind Probleme mit der Zündung, die das Auslösen der Airbags verhindern können. Rund 30 Unfälle mit 13 Toten stehen laut GM in Zusammenhang mit dem Fehler.

2013

November: VW ruft 2,6 Millionen Autos für Reparaturen an den Scheinwerfern und am Getriebe zurück. Es ist die größte Rückrufaktion in der Konzerngeschichte.

Juni: Chrysler holt auf Anraten der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA 2,7 Millionen Jeeps zurück, bei denen es Probleme mit dem Benzintank gibt.

2012

November: Toyota beordert 2,77 Millionen Autos zurück, um Pumpen-Probleme zu reparieren und die Lenkung zu überprüfen.

Oktober: Toyota ruft 7,43 Millionen Fahrzeuge weltweit zurück. Es gibt Probleme mit elektrischen Fensterhebern, durch die ein Feuer entstehen könnte.

2011

August: Honda aus Japan muss 2,25 Millionen Autos in China und den USA zurückrufen, weil es Probleme mit dem Automatikgetriebe gibt.

2010

Oktober: Der japanische Autobauer Nissan ruft weltweit 2,1 Millionen Autos in die Werkstatt. Es waren fehlerhafte Motorenkontrollsysteme eingebaut.

2009

September: Toyota ruft rund zehn Millionen Autos zurück - vor allem Fahrzeuge in den USA sind betroffen. Es gibt die Befürchtung, dass sich Gaspedale in den Fußmatten verhaken und die Wagen so ungewollt beschleunigen.

2005

September: Der US-Hersteller Ford lässt 3,8 Millionen Trucks und Geländewagen in die Werkstatt kommen, weil durch defekte Temporegler Brandgefahr besteht.

April: GM ruft mehr als zwei Millionen Fahrzeuge zurück - diesmal machen Sicherheitsgurte und Bremsen Probleme.

2004

März: GM ruft mehr als vier Millionen Pick-ups in Kanada, Mexiko und den USA zurück, um defekte Kabel an der Heckklappe zu erneuern.

Zuvor sorgte insbesondere der US-Reifenhersteller Firestone für Aufsehen. Er rief in den Jahren 2000 und 2001 mehr als 19,5 Millionen Reifen auf Geländewagen von Ford zurück. Mehr als 200 Menschen waren bei Unfällen gestorben, die auf die fehlerhaften Reifen zurückzuführen waren.

Der japanische Autobauer Mitsubishi bekannte zudem im Jahr 2000, dass er mehr als 20 Jahre lang über 64.000 Kundenbeschwerden vertuschte, um kostspielige Rückrufaktionen zu vermeiden.

Autodebakel - die größten Rückrufaktionen

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AFP

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