Großer Bahnhof in Detroit

Die Sternstunde: Die neue Mercedes E-Klasse

Mercedes-Benz New Year´s Reception, Detroit 2016
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Großer Bahnhof in Detroit für neue Mercedes E-Klasse.

Daimler-Chef Dieter Zetsche präsentiert in Detroit Journalisten aus aller Welt die neue E-Klasse. Wir haben schon mal im neuen Stuttgarter Technologieträger Probe gesessen.

Das sitzt, das passt, das fühlt sich überaus appetitlich an und schaut richtig gut aus: Die neue, inzwischen zehnte Generation der Mercedes E-Klasse, die jetzt auf der Detroit Motor Show (noch bis 24. Januar) feierlich enthüllt wurde, ist nicht nur technisch ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus, wie Mercedes-Chef Dieter Zetsche stolz anmerkte. Sie ist so fesch und zukunftsorientiert wie keine ihrer Vorgängerinnen, macht einen gewaltigen Schritt hin zum autonomen Fahren und steckt voller Innovationen. Wir haben schon mal im neuen Stuttgarter Technologieträger Probe gesessen.

Noch vor dem Sitzen kommt aber die Schau-Runde um das jetzt 4,88 Meter lange und damit um 4,3 Zentimeter gewachsene Premium-Gerät. Es trägt einen schicken Designer-Anzug, von der Pummeligkeit früherer Jahre keine Spur, das Blech zieht sich straff und mit knackigen Sicken von den Multibeam-Scheinwerfern mit 84 einzeln angesteuerten LEDs bis zu den Heckleuchten im Zwei-Balken-Design. Die strahlen übrigens auf Wunsch durch eine neuartige Reflektortechnologie wie Sternenstaub oder ein glimmendes Jet-Triebwerk. Sehr eindrucksvoll!

„Yachting Look“ bei der neuen Mercedes E-Klasse

Die Überraschungen setzen sich im Inneren fort. So bietet die neue E-Klasse optional zum Beispiel eine neue Infotainment-Architektur mit zwei breiten Displays mit je 12,3 Zoll Bildschirmdiagonale unter einem gemeinsamen Deckglas. Das linke direkt vor dem Fahrer ist für die volldigitale Anzeige etwa von Tempo oder Drehzahl zuständig, das rechte etwa für Navi-, Radio- oder Telefonanzeigen. Bedienen lassen sich diese Funktionen unter anderem mit neuartigen „Touch Control“-Flächen auf dem Lenkrad oder per Sprachbefehl. Wer es gerne einfacher mag: Die Klimaanlage oder erstmals auch einzelne Assistenzsysteme lassen sich auch per Direkttaste bedienen. 

Ein „Daumen hoch“ vom Daimler-Chef Zetsche. Die E-Klasse hat technologisch innen zugelegt – auch in Sachen Luxus und Komfort, Infotainment und Sicherheit.

Bei den Innenraum-Materialien setzt Mercedes auf offenporiges Holz im „Yachting Look“ mit fließenden Linien oder auf ein neuartiges Metallgewebe, das mit seinem kühlen Charme gefühlsmäßig besser zu dem passt, was die neue E-Klasse laut ihrer Väter zur derzeit „intelligentesten Business-Limousine“ überhaupt macht. Denn in Sachen autonomes Fahren setzt sie Maßstäbe. Etwa mit elektronischen Helfern wie dem Drive Pilot, der nicht nur bis 210 km/h automatisch im Verkehr mitschwimmt und auch Lenkaufgaben übernimmt, sondern auch noch erstmals ohne Fahrerunterstützung etwa durch unmarkierte Baustellen lenkt – insgesamt bis 130 km/h. Im Einsatz sind aber auch ein Brems­assistent mit Kreuzungsfunktion, ein automatisierter Spurwechsler, ein Ausweich-Lenk-Assistent oder ein System, das bei einem nicht mehr zu vermeidenden Zusammenstoß die Passagiere an der Crash-Seite zusätzlich per Luftkammer abpolstert.

Motoren in der neuen E-Klasse

3,9 Liter auf 100 Kilometer – mit diesem Normverbrauchswert wartet der neue Zweiliterdiesel namens E 220 d mit 195 PS auf. Zum Start im Frühsommer bieten die Schwaben auch noch den E 200 mit 184 PS starkem Zweiliterbenziner an, die jeweils an eine Neungangautomatik gekoppelt sind. Kurz darauf folgen ein 150-PS-Diesel und ein 279 PS starker Plug-in-Hybrid, ehe bis zu 258 PS starke Diesel und bis zu 333 PS starke Benziner nachgeschoben werden.

3D-Sound in Vollendung, beheizte Armauflagen, Mehrkammer-Luftfederung, Einparken per Smartphone-App, Ambiente-Licht in 64 Farbtönen und vieles mehr: Die neue E-Klasse, die ausschaut wie eine leicht geschrumpfte S-Klasse, setzt derzeit zweifellos technologische Maßstäbe. 

So smart ist die neue Mercedes E-Klasse

Rudolf Huber

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