Großes Kaliber, kleine Probleme: Der BMW 7er als Gebrauchter

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Der ADAC hat am BMW 7er hinsichtlich der Pannensicherheit fast nichts zu bemängeln. Foto: BMW/Richard Newton

Wer auf der Suche nach einem Gebrauchten ist und gern eine Limousine fahren möchte, kann mal einen Blick auf den BMW 7er werfen. Sie haben einige Vorteile zu bieten. Aber auch die kleinen Schwächen sollten bedacht werden.

Berlin (dpa/tmn) - Bei Oberklasse-Limousinen aus Deutschland denkt man auch an den BMW 7er. Selbst alte Modelle aus den 70ern gelten noch heute als gelungene Kombination aus Fahrspaß und Komfort. Die sechste Generation (G11) von 2015 schreibt sich diese Eigenschaften ebenfalls auf die Fahne.

Wer auf der Suche nach einem recht jungen Gebrauchten ist, wird wahrscheinlich den Vorgänger (F01) in seine Überlegungen mit einbeziehen. Zu Recht, denn die Limousine gilt als ein treuer Begleiter, auch bis ins Alter. Der ADAC hat an dem Münchner Flaggschiff in Sachen Pannensicherheit fast nichts zu bemängeln und schreibt, das Modell unterstreiche die insgesamt hohe Pannensicherheit bei BMW-Modellen der neueren Generationen.

Als einziges Manko ist dem ADAC aufgefallen, dass bis 2010 gebaute Modelle vergleichsweise oft durch ausgefallene Batterien lahmgelegt sind. Allerdings war die Baureihe von drei Rückrufen betroffen. 2014 mussten Modelle wegen Problemen mit der Ventilsteuereinheit im Zylinderkopf zurück in die Werkstatt, 2013 machte die Kraftstofffilterheizung Probleme, 2011 waren streikende Wasserpumpen des Turboladers der Anlass.

Als BMW 1977 seine neue Oberklasse einführte, konnte man sich endlich auf einer Stufe mit den besten Autos mit dem Stern aus Stuttgart messen. Unter dem Blech steckte für die Zeit innovative Technik: ein Antiblockiersystem (ABS) oder eine drehzahlabhängige Servolenkung. Die fünfte Generation F01 kam 2008 auf den Markt und war neben einer Reihe an fortschrittlichen Assistenzsystemen wie einem Nachtsichtassistenten oder einem Head-up-Display auch mit einem adaptiven Fahrwerk zum Ausgleich von Wankbewegungen bestellbar. 2012 führte BMW eine leichte Modellpflege durch, bei der auch die Motoren überarbeitet wurden.

Motorenseitig sorgte der 7er vor allem in den 80er Jahren für Furore als BMW in ihm den ersten deutschen Pkw mit Zwölfzylindermotor nach dem Zweiten Weltkrieg brachte. Auch den FO1 gibt es mit solch einem V12, er leistet 400 kW/544 PS. Die Achtzylinder kommen je nach Baujahr und Ausführung auf 300 kW/407 PS bis 330 kW/450 PS, die Reihensechszylinder auf 235 kW/320 PS bis 240 kW/326 PS. Dieselaggregate gibt es ausschließlich als Sechszylinder, die Spanne reicht von 180 kW/245 PS bis 280 kW/381 PS. Seit 2010 gibt es auch eine Hybridversion mit acht Zylindern und 330 kW/449 PS Systemleistung, 2012 wurde ein Sechszylinder mit 235 kW/320 PS nachgereicht.

Rund 20 650 Euro - so viel müssen Interessenten für einen 7er der fünften Generation mindestens einplanen. Diesen Richtwert führt die Schwacke-Liste für einen BMW 740i mit 240 kW/326 PS vom Baujahr 2008 auf und geht dabei von einer statistisch ermittelten Laufleistung von 127 400 Kilometern aus.

Wer ein recht junges Modell sucht und auch Allradantrieb wünscht, wird zum Beispiel im Falle des 750i xDrive von 2013 mit 330 kW/450 PS noch um die 44 750 Euro zahlen müssen (48 050 Kilometer). Den Selbstzünder 730Ld Blue Performance mit 180 kW/245 PS von 2011 führen die Marktbeobachter von Schwacke mit 29 150 Kilometern - bei 87 800 Kilometern auf dem Tacho.

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