GTI-Treffen am Wörthersee

Leistung, Leistung, nochmals Leistung

Virtuelle trifft reale Welt: der GTI-Roadster Vision GT.
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Virtuelle trifft reale Welt: der GTI-Roadster Vision GT.

Es gab Jahre, da waren die GTI-Fans an den Gestaden des gediegenen Wörthersees nicht gern gesehen. Es war die Zeit, als sich VW als großer Unterstützer der vor PS, Chrom, Tuning, viel nackter Haut...

...und noch mehr Alkohol nur so strotzenden Sause zurückzog und alles den Bach runterzugehen drohte. Das ist lange her. VW, aber auch Audi, Skoda und Seat haben das GTI-Treffen in Kärnten als Bühne entdeckt, die kaum kleiner ist als die in Genf oder Detroit. Doch die Präsentation von Weltneuheiten folgt im an sich beschaulichen, nur an drei Tagen im Jahr lauten Reifnitz anderen Gesetzen. Hier geht es ausschließlich um Leistung, Leistung und nochmals Leistung.

Im 40. Jahr des Golfs war die Weltpremiere beim 33. GTI-Treffen eine ganz besondere, denn VW präsentierte nichts weniger als die erste Synthese zwischen virtueller und echter Welt. Der GTI-Roadster war bisher nur den Akteuren an der Playstation bekannt. Bei Gran Turismo 6 dreht der flache Flitzer in seinem markant dunkelroten Kleid schon länger seine Runden. Nun gibt es ihn auch in der Wirklichkeit, wenngleich nur als Studie. Eine Markteinführung ist nicht geplant. Dennoch war der GTI-Roadster als offener Zweisitzer mit 503 PS, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Allrad-Antrieb und seiner 20 Zoll großen Rad-Reifen-Kombi der Hingucker des GTI-Treffens. Mit 1420 Kilo kommt der Roadster einerseits als Leichtgewicht daher. Dafür hat die Tachonadel nach 3,6 Sekunden die 100 km/h erreicht.

Auf der Straße sehen wird man hingegen die zweite Neuheit vom Wörthersee – den Golf R 400 mit 400 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. Den 2,0 TSI-Motor kennt man als Rennsportmaschine aus dem Rallye-Polo. Auffällig ist der R 400 aufgrund seiner matten Lackierung in „Silver Flake“. Das Dach ist in glänzendem Schwarz gehalten.

Auch Schwester Audi hat ihre neuesten Entwicklungen ans Ufer des Wörthersee gebracht. Mit dem A3 clubsport quattro concept wollen die Ingolstädter zeigen, wie viel sportliches Potenzial in der A3-Familie steckt. Auf der Basis der A3-Limousine hat das concept car einen TFSI-Motor mit fünf Zylindern. Der turboaufgeladene Direkteinspritzer wurde viermal hintereinander „International Engine of the Year“. 525 PS erlauben eine Spitzengeschwindigkeit von 310 km/h. Charakteristisch ist, dass sich beim Bremsen aus hohem Tempo eine Airbrake am Heck senkrecht aufrichtet und den Boliden wie einen Düsenjet bremst. Gezeigt wurde in Reifnitz auch der Audi TT quattro sport concept, einer der Hingucker vom Genfer Salon.

Doch nicht nur die hier gezeigten Weltneuheiten demonstrieren, dass die Chemie zwischen Region und GTI-Familie wieder stimmt. Der Bürgermeister von Maria Wörth, Adi Stark, nutzte das 33. GTI-Treffen, um VW-Guru Ferdinand Piëch die Ehrenbürgerwürde zu verleihen – mit Konzernlenker Martin Winterkorn als Zeuge.

Hans Moritz

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