Hersteller überrascht

Hohe Nachfrage nach Toyotas Brennstoffzellenauto

+
Nach nur drei Minuten Ladezeit soll der Toyota Mirai ganze 650 Kilometer weit kommen.

Die Kunden des japanischen Autoherstellers Toyota sind anscheinend restlos begeistert von dem neuen Brennstoffzellenauto: Rund 1.500 Menschen haben sich bereits vormerken lassen.

Die Nachfrage nach Toyotas Brennstoffzellenauto Mirai übersteigt alle Erwartungen. Seit Mitte Dezember seien schon 1500 Vorbestellungen für das Auto eingegangen, teilte Toyota am Donnerstag mit. Das Unternehmen hatte mit 400 Kunden gerechnet und will in diesem Jahr nur rund 700 Brennstoffzellenautos herstellen.

Die Kunden müssten also lange auf einen Mirai (japanisch für Zukunft) warten, teilte Toyota mit. Nach Angaben des Unternehmens interessieren sich vor allem Firmen und öffentliche Verwaltungen für das Auto; 40 Prozent der Kunden sind demnach aber Privatleute. Der Mirai kostet 7,23 Millionen Yen (knapp 50.000 Euro). Der Verkauf ist zunächst auf Japan beschränkt, im September 2015 soll das Fahrzeug auch in den USA sowie in Deutschland, Dänemark und in Großbritannien angeboten werden.

Der Mirai wird angetrieben von einer Brennstoffzelle. Wasserstoff reagiert dabei mit Sauerstoff zu Wasser, wobei Elektrizität erzeugt wird. Übrig bleibt als Abgas nur Wasserdampf. Das Auto hat laut Toyota eine Reichweite von 650 Kilometern mit einer einzigen Ladung, die nur drei Minuten dauern soll. Die japanische Regierung unterstützt das Projekt mit erleichterten Vorschriften für die Errichtung von Wasserstoff-Ladestationen. Regierungschef Shinzo Abe rief am Donnerstag laut Nachrichtenagentur Bloomberg alle Ministerien und Behörden auf, sich Brennstoffzellenautos anzuschaffen.

AFP

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Noch im Einsatz: Polizei BMW Isetta
Noch im Einsatz: Polizei BMW Isetta
Dieser schräge Typ überlebt jeden Autounfall
Dieser schräge Typ überlebt jeden Autounfall
Pinkel-Pause im Stau kostet Schweizer 550 Euro 
Pinkel-Pause im Stau kostet Schweizer 550 Euro 
Maut-Sündern drohen saftige Strafen
Maut-Sündern drohen saftige Strafen

Kommentare