Der schleppt was weg

Honda Civic Tourer: Der Transportkönig

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Schnittig und sicher - Honda Civic Tourer: Optisch ansprechend haben die Japaner vor allem in Sachen Sicherheit aufgerüstet

„Magic Seats“ nennt Honda sein Sitzsystem – und in der Tat bietet der Honda Civic Tourer ein kleines Raumwunder: Die Kombi-Variante der erfolgreichen Civic-Reihe lässt sich dank...

...der einzeln umklappbaren Sitze auf großzügige 1116 Liter Kofferraum-Volumen ausweiten (bis zur Fensterunterkante), bis zum Dach sogar auf 1668 Liter. Ein Radl zu transportieren oder der Kleinmöbel-Einkauf ist mit diesem Mittelklasse-Fünftürer kein Problem, zumal das Laderaum-Rollo sich elegant in einem Schlitz im Ladeboden wegzaubern lässt.

Aber dieser Transportkönig, der mehr Laderaum als die vergleichbaren VW- und Opel-Kombis bietet, hat auch in puncto Fahrkomfort und Sicherheit einiges zu bieten: Der 120-PS-Diesel tuckert sowohl im Stadtverkehr als auch auf der Autobahn leicht knurrend, aber verlässlich dahin. Beim Umschalten per Eco-Knopf zum Spritsparen ändert sich das Fahrverhalten kaum merklich. Dank des Start-Stopp-Systems kam der Honda Civic Tourer bei unseren Testfahrten im Stadtverkehr mit weniger als fünf Litern auf 100 Kilometern aus, auf der Autobahn mit 5,5 Litern.

Das große Manko dieses Hondas: der Preis. In der günstigsten Variante kostet der 120-PS-Diesel 21.790 Euro, in der exklusivsten „Executive“-Fassung stolze 30.315 Euro.

Für diesen vergleichsweisen hohen Preis hat Honda inzwischen aber deutlich bei der Sicherheit aufgerüstet: Ein elektronisches Stabilitätsprogramm und ein Brems­assistent sind serienmäßig an Bord. Im Stadtverkehr, aber auch beim Spurwechsel auf der Autobahn besonders hilfreich ist der Tote-Winkel-Assistent: Im Außenspiegel erscheint ein Warnlicht, beim Blinken ertönt zusätzlich ein Signalton.

Und bei unserer nächtlichen Testfahrt erwies sich der neue Fernlicht­assistent als bequem: Wenn ein Auto entgegenkommt, schaltet sich das Fernlicht automatisch aus – bei einer späten Fahrt im Hinterland zeigte sich, wie zuverlässig dieser Beleuchtungsassistent funktioniert. Diesen Service gibt es als Paket u. a. mit Parkassistent, Verkehrszeichenerkennung und Toter-Winkel-Assistent für 950 Euro Aufpreis.

Der Honda Civic Tourer

Der Honda Civic Tourer

Bei dieser Nachtfahrt wurde zugleich auch ein Manko deutlich: Zwar sieht das Cockpit mit seinen zwei Ebenen spacig aus und ermöglicht bequeme Bedienung von Radio oder CD sowie einen schnellen Blick auf Tacho und Tank. Doch die blaue Beleuchtung spiegelt sich irritierend in der Windschutzscheibe, wenn es draußen stockdunkel ist.

Und beim Ein- und Aussteigen blieben meine Knie wiederholt am Lenkrad hängen – das Lenkrad lässt sich zwar in Höhe und Weite justieren, doch für einen 1,80 Meter großen Fahrer nicht ausreichend. Sitzt man erst einmal drin, bietet der Civic Tourer allerdings vorne wie hinten ordentliche Beinfreiheit.

Fazit

Dieser Wagen ist der ideale „Schwertransporter“ für Leute, die nicht nur für die Urlaubsfahrt großen Stauraum brauchen.

Klaus Rimpel

Honda Civic Tourer 1.6 i-DTEC

  • Leistung: 88 kW/120 PS bei 4000 U/min
  • Höchstgeschw.: 195 km/h
  • 0 auf 100 km/h: 10,5 Sek.
  • Drehmoment: 300 Nm bei 2000 U/min
  • Hubraum: 1597 ccm
  • Verbrauch EU Drittelmix: 3,9 l/100 km (laut Hersteller)
  • Leergewicht: 1418 kg
  • Kofferraumvolumen: 500–1668 l
  • Basispreis: 21.790 Euro
Klaus Rimpel

Klaus Rimpel

E-Mail:Klaus.Rimpel@tz.de

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