Komfortabler Allrounder

Der Honda CR-V im Alltagstest

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Viel Qualität für den Alltag: Honda CR-V.

„Einmal Honda CR-V mit allem bitte!“ „Gerne, das macht dann 37.155 Euro.“ „Uff, ich das dachte, das wäre günstiger…“ Okay, vielleicht ist das der falsche Einstieg...

...in einen Text über ein Auto, das eigentlich nicht viel falsch macht, und das auch für den Einstiegspreis von 23.490 Euro zu haben ist. Aber da ist eben noch etwas: Der SUV von Honda ist zwar ein Alleskönner in seiner Klasse, sogar der meistverkaufte Wagen seiner Art in Nordamerika – aber ein wirklicher Charmebolzen ist er eben nicht.

An der technischen Klasse ändert das natürlich nichts! Aber wenn man ein Auto nicht unbedingt um jeden Preis haben will, weil es das gewisse Etwas hat, dann landet man eben genau da: beim Preis.

Honda CR-V: Die Summe aus vielen Kleinigkeiten

Unser 1,6-Liter-Diesel ist ab 26.255 Euro zu haben und liegt damit genau im Umfeld der Konkurrenz von Kia Sportage oder Mazda CX-5 – und auch das passt ja irgendwie zum Konzept. Zur Serienausrüstung des Honda CR-V zählen unter anderem Tempomat, elektrische Fensterheber, Servolenkung, CD-Radio mit USB-Anschluss, Gepäckraumabdeckung, Klimaautomatik und Multifunktionslenkrad, die Klassiker also.

Nicht dabei sind Einparkhilfe und Rückfahrkamera – beides ist aber sinnvoll, denn der Rundumblick beim Japaner ist nicht gerade überragend. Wer zur Komplettausstattung Lifestyle plus Navigationssystem und Assistenz-Paket greift, der legt dann besagte 37.155 Euro auf den Verkaufstresen, hat dann aber auch wirklich alles dabei! Und genau so ausgestattet, machen wir uns jetzt mal auf den Weg.

Viel Platz im Kofferraum

Im Kofferraum verstauen wir problemlos das große Reisegepäck, 589 Liter Kofferraumvolumen und eine recht niedrige Ladekante machen es möglich. Wer statt der Kinder noch mehr Reiseutensilien unterbringen will: gerne – einfach die Rücksitze umklappen, dann gibt es imposante 1669 Liter!

Ist das erledigt, schwingt sich der Fahrer in die bequemen Sitze, legt mit dem ungewöhnlich hoch angebrachten, aber perfekt zu erreichenden Schalthebel den Gang ein, und freut sich über 300 Nm Drehmoment bei unter 2000 Umdrehungen. Das macht die nicht gerade überdimensionierten 120 PS locker wett, und danach cruist es sich recht locker durch Stadt und Land: Dahingleiten ist das Stichwort, entspanntes Fahren bei einem Testverbrauch von nur fünf Litern Diesel ist angesagt – wer gern durch die Kurven hetzt, wird ohnehin andere Autos als den Honda CR-V im Blick haben.

Die Kinder unseres Autoren hatten Spaß im üppigen Kofferraum.

Wahrlich, das passt alles gut zusammen, und wenn man dann noch selbst den Weg im Kopf hat, ist alles gut. Denn das Navi ist zwar funktionell auf der Höhe, intuitive Bedienung während der Fahrt sieht aber anders aus. Ähnlich ergeht es uns mit dem Multifunktionslenkrad, aber hat man sich damit angefreundet, sitzt irgendwie doch alles an seinem Platz, die Instrumente selbst sind sowieso gelungen.

Ist dann das Ziel erreicht, bemerken Fahrer und Passagiere: Bequem war’s, keiner musste irgendwas daheim lassen, jeder kann ganz entspannt aussteigen und die Fahrt schnell vergessen. Und so soll es doch eigentlich sein, bei einem Nutzfahrzeug wie dem Honda. Denn das ist der CR-V im besten Sinne – und was war da noch mal mit dem kleinen, gewissen Etwas? Das ist manchmal einfach nicht so wichtig, wenn dann viele andere Kleinigkeiten eine große Summe ergeben …

Klaus Heydenreich

Honda CR-V 1,6 i-DTEC
Leistung 120 PS
max. Drehmoment

300 Nm

bei 2000 U/min

Höchstgeschw.: 182 km/h
0 auf 100 km/h 11,20 sek.
Hubraum 1597 ccm
Verbrauch EU Drittelmix

4,7 l/100 km (Hersteller)

5,0 l/100 km (Test)

Leergewicht 1611 kg
Kofferraumvolumen 589 - 1669 l
Basispreis 26 255 Euro

Das ist der neue Honda CR-V

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