Neuer Motoren und Modelle

Hyundai peppt seine Flotte mächtig auf

Hyundai
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Hyundai kann auch Kombi: Der i40 mit adaptivem Fahrwerk und automatischer Heckklappe.

Will man bei seinem runden Geburtstag nicht enttäuscht werden, besorgt man sich die Geschenke am besten selbst. Auch Hyundai feilt gerade am Partykonzept für sein 25-jähriges Bestehen in Deutschland.

Zwar steigt die Hyundai-Party offiziell erst 2016, doch auf dem Gabentisch für Händler und Kunden werden dann fünf überarbeitete Modelle und zwei neue liegen. Los ging’s im November 2013 mit dem Komplett-Facelift für den i10. Diesen Januar folgten der i20, im April das neue i20-Coupé, im Mai der i30 und der i40. Im September rollt der Hyundai Tucson erstmals zu den Händlern, der das SUV ix35 ersetzt.

Die Autobauer sind ehrgeizig, denn bis 2017 soll es in einem Fünf-Jahres-Zeitraum 22 neue Modelle oder Derivate sein – zu 95 Prozent entwickelt und designed in Rüsselsheim. Gebaut wird fast ausschließlich im türkischen Izmit und im tschechischen Novosice.

Den tiefen Griff in den Baukasten traut man sich zu, denn Hyundai gewinnt in Deutschland Marktanteile hinzu. Der Absatz hierzulande liegt seit einigen Jahren bei rund 100.000, der Marktanteil stieg voriges Jahr von 2,9 auf 3,0 Prozent. Das macht Rang drei unter den Importeuren.

Früher köderte man bei Hyundai die Kunden vor allem über den Preis, heute lautet die Devise: „Demokratisierung des Luxus”. Das heißt: Die Modelle liegen weiter im unteren bis mittleren Preissegment, verfügen aber über Besonderheiten aus der Premiumklasse: Spurhalte-Assistent, Einparkhilfe, Fernlichtassistent, Sitzbelüftung, Lenkradkühlung.

Die Neuerungen: Beim i20 setzt Hyundai auf „weniger ist mehr“. Den Fünftürer gibt es nun auch als dreitüriges Coupé. Bemerkenswert: Der Kofferraum ist dabei um zehn auf 336 Liter gewachsen. Preise zwischen 16 350 und 20 250 Euro.

Motor, Getriebe und Fahrwerk wurden bei i30 verbessert – und das erst drei Jahre nach seiner Markteinführung. Ihn gibt es weiter als Limousine, Kombi und Coupé. Drei Benzin- und zwei Dieselmotoren stehen zur Verfügung, erstere mit 100, 135 und 186 PS (Turbo), die Dieselaggregate mit 110 und 136 PS. Preislich bewegt sich dieser Familienzweig zwischen 15 930 Euro für den Basistyp Limousine und 26 900 Euro für den Kombi-Premium.

Gefallen unserem Tester Hans Moritz auch optisch: die neuen Modelle von Hyundai.

i40 Kombi – das ist die Antwort von Hyundai auf VW Passat, Ford Focus und Opel Insignia. Er besticht vor allem durch sein zugleich sportliches wie edles Aussehen. Neu sind das adaptive Fahrwerk an der Hinterachse, das die Balance zwischen Komfort und Agilität verbessert, eine Verkehrszeichenerkennung, eine automatisch öffnende Heckklappe, kühl- und belüftbare Sitze und eine beheizbare Rückbank. Kostenpunkt zwischen 24.790 und 37.730 Euro. Bei den Tests hat uns das besonders gut gefallen: Die Schaltung ist in allen Modellen sehr leichtgängig, die Lenkung souverän, ohne ins Schwimmen zu kommen.

Unterm Strich: Hyundai hat sein Billig-Image längst abgeworfen und legt erfreulich viel Wert auf das Aussehen seiner Modelle, die über und unter der Haube den Anschluss an die großen europäischen Marken gefunden haben – und das zu einem erfreulichen Preisleistungsverhältnis.

Hyundai i20: Großer Auftritt für den Kleinen

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Hans Moritz

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