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Japan-SUV NX 200t: Lexus packt den Turbo aus

Lexus NX 200t
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Unauffällig sein? Ist nicht sein Ding! Der Lexus NX 200t ist wuchtig, hat Ecken und Kanten. Im Unterschied zum Hybridbruder NX 300h hat der Turbobenziner trapezförmige Auspuffrohre

Mächtiger Kühlergrill, scharfe Kanten, Ecken und eine coupéartige Seitenlinie – das Lexus-NX-Design ist verdammt forsch. Zum gewagten Styling gab es bislang nur einen Hybridantrieb.

Nun hat die Edelmarke von Toyota dem NX ein neues Herz verpasst: einen Turbobenziner. Deswegen heißt der Japan-SUV Lexus NX 200t.

Auffällig, ungewohnt und selten – für Lexus sind diese Dinge kein Makel, sondern eher eine Zier. Der Lexus NX als Hybrid ist schon seit einigen Monaten auf dem Markt. „Aktuell liegen uns 400 Bestellungen vor“, sagt Lexus-Deutschland-Geschäftsführer Ferry Franz. 600 Exemplare sollen es 2015 trotz der harten Konkurrenz von Audi, BMW oder Mercedes werden. Mit dem neuen 238-PS-Turbomotor wollen die Japaner das Wunschziel knacken. Ob das klappt?

Lexus NX 200t im typischen Lexus-Design 

Optisch ist der Lexus NX 200t mit dem NX 300h nahezu identisch. Ein kleiner Unterschied im Lexusdesign: der Turbobenziner ist am Heck an trapezförmigen Auspuffrohren zu erkennen. Erst hinterm Lenkrad stellt sich raus, ob der Zweiliter-Vierzylinder ( 350 Newtonmeter Drehmoment ab 1650 Umdrehungen pro Minute) unter der kantigen Karosserie hält, was Chefingenieur Takeaki Kato verspricht: „Einen direkt ansprechenden Antrieb ohne Turboloch, mit höherem Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und einem leisen und sanften Motorlauf.“

Außen bullig, innen fein: Man thront auf edlen Ledersitzen, das Acht-Zoll-Display über der breiten Mittelkonsole liegt gut im Blick.

Auf der Testfahrt bringt den NX 200t so schnell nichts aus der Ruhe. Wie ein Schiff scheint der 1,8 Tonner auf der Autobahn im Fahrmodus Eco zu gleiten. Vom Motor ist nichts zu hören, nur der Wind spielt sein Lied. Wer Turbosound bevorzugt, sollte den Sport-Plus-Modus wählen. Die Höchstgeschwindigkeit ist allerdings bei Tempo 200 abgeriegelt. Bergauf liegt der 4,63 Meter lange und 1,84 Meter breite SUV dank sorgfältig entwickeltem Federungssystem entspannt auf der Straße. Knackige Kurven plus sportliche Fahrweise steckt der NX 200t gelassen weg. Die Lenkung spricht gut an. Die Sechsgangautomatik reagiert agil. In der F-Sportlinie lassen sich die Gänge mit Paddeln per Hand schalten. Das ist verführerisch, aber schlecht für den Verbrauch. Die Werte nach der flotten Bergtour lagen eher im zweistelligem Bereich. Dabei kommt der Japan-Turbo im Schnitt laut Lexus mit 7,7 Liter aus.

Üppiger Lexus-Komfort

Autorin Martina Lippl im Testwagen.

Und wie schaut’s innen aus? Platz ist Luxus, und davon gibt es im Inneren des Lexus NX genug. Auf edlen Ledersitzen thronen Fahrer und Beifahrer, das Acht-Zoll-Display gut im Blick. Je nach Ausstattung setzt gebürstetes Alu, Carbon oder Holz Akzente. Die Mittelkonsole ist recht üppig: Halter für zwei Wasserflaschen, kabellose Aufladeschale für Smartphones, 6,2 Zoll Touch-Display, Fahrmodus-Knopf, Armlehne … Zahlreiche Technik-Features gibt es gegen Aufpreis: ein W-LAN Hot-Spot, über den alle Passagiere Highspeed im Internet surfen können oder ein Head-up-Display (plus 2 200 Euro) sowie die Rundumkamera 360 Grad (plus 1 350 Euro). Vier Erwachsene reisen sehr komfortabel, zudem lassen sich die hinteren Lehnen elektrisch verstellen. Der Kofferraum fasst 580 Liter (1625 Liter mit umgeklappter Rückbank).

Preise für den Lexus NX 200t

Der getestete Allradler in der F-Sport-Ausstattungsvariante kostet ab 54 450 Euro. Die Basisversion (ohne Allrad) mit LED-Scheinwerfer, Leichtmetallrädern, Klimaanlage und Rückfahrkamera sowie Radio mit CD ist ab 42 000 Euro zu haben.

Das ist der Lexus NX 200t

Das ist der Lexus NX 200t

Martina Lippl

Martina Lippl

Martina Lippl

E-Mail:martina.lippl@merkur.de

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