Neue Diesel-Motoren

Jeep Cherokee: Indianer mit mehr

Jeep Cherokee
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Der neue 2.2 MultiJet Turbo-Diesel bringt mehr Power ins Jeep-Feeling.

Jeep. Mehr als eine Marke. Das Wort steht für ein Image, dieses ganz gewisse „Feeling“, irgendwie „Wildwest“ halt… Betonen auch die Herren von Jeep gerne:

Seit über 75 Jahren habe man praktisch das Copyright auf Geländewagen. Und auf SUV. Der Jeep Cherokee war seinerzeit (1984) der Erste. Zuletzt kam der US-Indianer motorisch allerdings doch etwas müde daher – zumindest im bei uns so begehrten Dieselsegment. Jetzt haben ihm die Häuptlinge von Fiat/Chrysler neue Pfeiler in den Köcher gesteckt: mehr Hubraum (200 ccm), mehr Newtonmeter, mehr PS. Also: insgesamt mehr Bumms! Der neue 2.2 MultiJet II Vierzylinder-Turbodiesel ist wahlweise mit 185 PS oder 200 PS und einem exzellenten Neungang-Automatikgetriebe (plus Vierradantrieb Active Drive I oder II) ausgestattet. Einstiegsmotor ist der Zweiliter-Turbodiesel (140 PS) mit manueller Sechsgang-schaltung und Vorderradantrieb (dann zu 32.900 Euro in der Ausstattungslinie Sport). Außerdem bietet der Cherokee als erster Mittelklasse-SUV Hinterachsantriebs-Entkopplung für reduzierten Energieverlust und Kraftstoffverbrauch (5,7 Liter pro 100 km laut Werk), solange die 4x4-Fähigkeiten nicht benötigt werden. Das Hinterachsantriebs-Konzept schaltet stufenlos zwischen Vorder- und Vierradantrieb und regelt damit permanent die Drehmomentverteilung ohne jedes Zutun des Fahrers.

Tester Oliver Menner probierte den neuen Cherokee aus.

Die neue Kriegsbemalung stand unserem Indianer bei ersten Tests recht gut: mehr Grip, verbesserte Laufkultur, weniger Vibrationen. Zwei Drittel der Power kann das knapp zwei Tonnen schwere Gefährt schon früh bei 1500 Umdrehungen mobilisieren – und erst bei 2500 ist das Drehmoment-Max erreicht. Im letzten Geschwindigkeitsdrittel (Spitze liegt übrigens bei 204 km/h) kann uns der Motor dann aber nicht mehr überraschen. Allerdings braucht es das ja auch nicht wirklich. Wer sich unbedingt für permanente Totalsportlichkeit im SUV-Segment interessiert, kann ja auf diverse (über-)motorisierte Monster aus bayerischen oder schwäbischen Gefilden zurückgreifen… Wer Jeep fährt, will schließlich auch dieses gewisse Etwas, sozusagen das mobile Copyright … Aber da wären wir ja wieder am Anfang der Geschichte.

Das ist der neue Jeep Cherokee

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Oliver Menner

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