KBA gibt grünes Licht für VW-Rückrufpläne

Im Januar 2016 kann VW anfangen, die manipulierten Zwei-Liter-Fahrzeuge in die Werkstätten zurück zu rufen. Foto: Hendrik Schmidt
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Im Januar 2016 kann VW anfangen, die manipulierten Zwei-Liter-Fahrzeuge in die Werkstätten zurück zu rufen. Foto: Hendrik Schmidt

Während sich die VW-Abgas-Affäre nun auch auf Drei-Liter-Fahrzeuge ausweitet, wird es für die betroffenen VW-Kunden in Deutschland konkreter. Das Kraftfahrt-Bundesamt akzeptierte die geplanten Maßnahmen des VW-Konzerns. Die Rückrufaktion kann damit im Januar beginnen.

Flensburg (dpa) - VW kann im Januar 2016 den Rückruf für 2,4 Millionen Diesel in Deutschland starten. Das Kraftfahrt-Bundesamt habe den geforderten Maßnahmen- und Zeitplan für tragfähig erachtet, sagte ein Behördensprecher der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig weitet sich der VW-Skandal aus.

Der VW-Konzern hatte mit einem Computerprogramm die Abgaswerte bei Dieselwagen manipuliert. Deshalb müssen die betroffenen Fahrzeuge jetzt nach und nach in die Werkstätten. Im Januar könne die Rückrufaktion mit den Zwei-Liter-Fahrzeugen beginnen. Es sei eine große logistische Herausforderung zu bewältigen, sagte der KBA-Sprecher.

Unterdessen droht sich der Skandal um Abgas-Manipulationen empfindlich auszuweiten. Die US-Umweltbehörde EPA warf dem europäischen Branchenprimus VW vor, auch bei Dieselmotoren mit 3,0 Litern Hubraum eine Manipulations-Software eingesetzt zu haben. Bislang drehte sich die Affäre lediglich um Motoren bis zu 2,0 Liter Hubraum. Volkswagen weist die Vorwürfe jedoch zurück.

Nach Angaben der EPA wurden in bestimmten Diesel-Modellen der Marken VW, Audi und Porsche der Modelljahrgänge 2014 bis 2016 Drei-Liter-Diesel-Motoren verbaut, die bei Stickoxid-Emissionen die in den USA erlaubten Grenzwerte um das bis zu Neunfache überträfen.

Im einzelnen gehe es um die Modelle und Jahrgänge VW-Touareg (2014), Porsche Cayenne (2015), Audi A6 Quattro, Audi A7 Quattro, Audi A8 und A8 Langversion sowie um den Audi Q5 (alle 2016). Wie viele Fahrzeuge in den USA und weltweit betroffen sind, ist bislang nicht bekannt: Die neuerliche Rüge der EPA betreffe ungefähr 10 000 Diesel, die seit dem Modelljahr 2014 in den USA verkauft worden seien. Zusätzlich sei eine bislang unbekannte Zahl aus dem Modelljahrgang 2016 betroffen.

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