Kia Rio und Kia Venga

Frischekur für die Kleinen von Kia 

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Kia Rio und Kia Venga starten im Februar mit umfassendem Facelift.

Der südkoreanische Autobauer Kia hat dem Kleinwagen Rio und dem Mini-Van Venga das nach vier bzw. fünf Jahren nach Marktstart fällige Facelift verpasst.

Mit Straffungen an Front und Heck, aufgewertetem Interieur, vielen Extras sowie sparsameren Motoren stehen die beiden Flitzer ab Anfang Februar bei den Händlern. Wir haben in Rio und Venga schon mal Probe gesessen und mit ihnen eine Ausfahrt unternommen. Die ersten Eindrücke:

Tigernase und Wabengrill: Kia Rio

Die sogenannte Tigernase des Kühlers (Kia will damit an die Raubkatze erinnern) ist jetzt von einer Chromspange umrahmt, der Grill bekommt die Kia-Wabenoptik verpasst. Neu sind die Nebelscheinwerfer, das Heck wirkt nun breiter und muskulöser.

Frische ist im Innenraum angesagt: Das Armaturenbrett wird durch Chrom und Klavierlackapplikationen aufgewertet, die bequemen Sitze locken mit neuen Polsterstoffen. Für die umgestaltete Mittelkonsole gibt’s optional ein 7-Zoll-Display samt Navi und Rückfahrkamera (Aufpreis 590 Euro). Letzere ist wegen der eingeschränkten Sicht durchs kleine Rückfenster empfehlenswert. Frierende Hände lassen sich am beheizbaren Multifunktionslenkrad aufwärmen.

Viel Platz im Kia Rio

Der vier Meter lange Rio überrascht mit komfortablem Platzangebot: Selbst größere Mitfahrer haben in der zweiten Reihe ausreichend Kopf- und Kniefreiheit. Fürs Gepäck bleiben 288 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank bis zu 923 Liter. Die Ladekante ist mit 75 cm aber ziemlich hoch (siehe unten: unser Autor beim Beladen).

An Motoren bietet Kia zwei sparsamere 1,2-Liter- bzw. 1,4-Liter-Benziner mit 84 und 109 PS an. Ergänzt wird das Angebot durch zwei 1,1-Liter- bzw. 1,4-Liter-Diesel mit 75 und 90 PS – allesamt mit Euro-6-Abgasnorm. Volumenmotor ist der kleine 1,2-CVVT-Benziner. Mit dem Fünf-Gang-Getriebe beweist er bei unserer Testfahrt in Stadt und auf Landstraßen Agilität, auf der Autobahn wird er hingegen bei höherer Drehzahl recht laut und etwas behäbig. Die Höchstgeschwindigkeit: 168 km/h. Der Spritverbrauch von sieben Litern lag mit knapp zwei Litern über dem Normverbrauch.

Das kostet der Kia Rio

Die Rio-Preise beginnen bei 10.990 Euro für den 1,2- CVVT-Benziner mit 84 PS und drei Türen. Der Fünftürer kostet 700 Euro Aufpreis. Den fünftürigen 1,4-Liter-Benziner mit 109 PS (ab 15.290 Euro) gibt’s zudem mit Automatik. Kleines Minus: Für den Rio gibt es noch relativ wenig Sicherheitsassistenten.

Tigernase und Wabengrill: Kia Rio

Tigernase und Wabengrill: Kia Rio

Freundlich rund und komfortabel: Kia Venga

Von wegen Mini-Van ist gleich Kastenwagen! Äußerlich wirkt der speziell für Europa entwickelte Kia Venga elegant und freundlich. Die wichtigsten Neuerungen: Der Kühlergrill des fünftürigen, knapp vier Meter langen Familienautos wurde vergrößert, der untere Lufteinlass verbreitert. Scheinwerfer und Hecklampen erhielten LED-Technik.

Das Innendesign wirkt wertig. Die Mittelkonsole in Metalloptik verfügt optional über ein neues Navisystem inklusive Rückfahrkamera (Aufpreis 1.290 Euro). Das dreispeichige Multifunktionslenkrad ist beheizbar.

Das Raumangebot ist dank des langen Radstands von 2,6 Metern recht üppig. Die hohe Sitzposition im Mini-Van ist angenehm, die Sitze sind langstreckentauglich. Die Rückbank ist verschiebbar, der Stauraum beträgt 314 bis 1486 Liter.

Bei der Testfahrt mit einem 1,6-CRDi (128 PS) und 6-Gang-Schaltung freuen wir uns über Antriebsstärke – auch in höheren Gängen. Die Lenkung erweist sich als leichtgängig, das Fahrwerk bietet guten Komfort. Der Spritverbrauch ist mit im Schnitt 6,6 Litern/100 km akzeptabel.

Kia Venga: Motoren und Preise

Neben dem Diesel gibt es zwei 1,4- und 1,6-Liter-Benziner mit 90 und 125 PS. Preise: ab 14 490 Euro. Manko: Alle haben noch die Emissionsklasse Euro 5.

Kia Venga

Kia Venga

Uwe Faiga 

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