SUV-Importschlager

Der Kia Sorento: Premium aus Fernost

Kia Sorento
+
Schnittig und geräumig: Der Kia Sorento ist gut verarbeitet und kann auch technisch mit den Konkurrenten mithalten.

Kurs auf die Premiumklasse: Mit der dritten Generation seines SUV-Importschlagers Sorento nimmt der koreanische Autobauer Kia ab März die deutsche Konkurrenz von BMW und Mercedes ins Visier.

Den 4,78 Meter langen Geländewagen gibt’s als Fünf- oder Siebensitzer für Preise ab 34 990 Euro – bei uns allerdings nur mit einem 200 PS starken 2,2-Liter-Dieselmotor. Wir haben das neue vornehm ausgestattete Kia-Flaggschiff bereits getestet.

Erneut hat der deutsche Star-Designer Peter Schreyer (seit 2006 für die Koreaner tätig) an einen Kia Hand angelegt. Und so wirkt der neue Sorento deutlich schnittiger mit seinem wuchtigen Kühlergrill und den tropfenförmigen Elementen und den langgezogenen LED-Scheinwerfern.

Premium-Gefühl kommt im Innenraum auf: Material und Verarbeitung des Interieurs und der Oberflächen wirken edel. Cockpit und Mittelkonsole sind aufgeräumt, die Bedienelemente übersichtlich. Das Infotainment-System mit dem Sieben- bzw. Acht-Zoll-Touchscreen ist in Sachen Bedienung, Übersichtlichkeit und Tempo sogar leichter und flotter als bei so manchem Premium-Hersteller.

Erster Kontakt mit dem Kia Sorento

An Länge hat der Sorento um zehn Zentimeter zugelegt. Davon profitieren die Insassen: Vorn ist der Sitzkomfort richtig luxuriös. Die einzeln verschiebbaren Rücksitze schenken große Bein- und Kopffreiheit. Lediglich die optional dritte Sitzreihe für zwei weitere Passagiere ist nur ein Notbehelf und maximal für den Nachwuchs geeignet.

Hinten machte sich unser Autor Uwe Fajga im riesigen Kofferraum (mit umgelegten Rücksitzen) lang.

Spitzenmäßig ist das Kofferraumvolumen von 605 Litern. Bei umgeklappten Rücksitzlehnen sind es gar 1662 Liter beim Sieben- und 1732 Liter beim Fünfsitzer. Die Heckklappe öffnet sich wie von Geisterhand automatisch, wartet man am Heck mit dem Autoschlüssel in der Tasche. Auch sonst hat Kia den Sorento technisch ordentlich verbessert: Das neue Fahrwerk mit komfortabler Dämpfung harmoniert gut mit der leichtgängigen nicht zu direkten neuen Servolenkung und ist extrem kurvensicher.

Mit dem modifizierten Vierzylinder-Turbodieselmotor mit jetzt 200 PS (drei Pferdestärken mehr als beim Vorgänger) lässt sich der 1,8-Tonnen schwere Sorento im Sport-Modus überraschend dynamisch bewegen. Der 2,2 CRDi schiebt aus dem unteren Drehzahlbereich flott an und schafft in neun Sekunden den Spurt von null auf 100 km/h. Bei 200 km/h ist dann Schluss.

Allerdings übersteigt der Spritverbrauch bei flotterer Testfahrt schnell die angegebenen Normwerte von 5,7 Litern (Sechsgang-Schaltgetriebe) bzw. 6,7 Liter (Sechsgang-Automatik).

Design made in Germany: Peter Schreyer hat an den Kia Hand angelegt.

In Sachen Sicherheit, Komfort und Service bietet Kia für den Sorento jede Menge Assistenten und Zubehör. Der Allradantrieb kostet allerdings 4.000 Euro Aufpreis, die Sechsgang-Automatik 6.000 Euro. Dazu gibt’s optional Einparkautomatik, Querverkehrswarner, Rundumsichtkamera, Panorama-Glasschiebedach bis hin zu beheizbaren Rücksitzen. Und dann wäre ja da auch noch die Sieben-Jahre-Werksgarantie – die bietet bislang kein anderer Autohersteller …

SUV-Flaggschiff: Kia Sorento

SUV-Flaggschiff: Kia Sorento

Uwe Fajga

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Noch im Einsatz: Polizei BMW Isetta
Noch im Einsatz: Polizei BMW Isetta
Dieser schräge Typ überlebt jeden Autounfall
Dieser schräge Typ überlebt jeden Autounfall
Pinkel-Pause im Stau kostet Schweizer 550 Euro 
Pinkel-Pause im Stau kostet Schweizer 550 Euro 
E-Auto aus den 1970er Jahren knackt Weltrekord
E-Auto aus den 1970er Jahren knackt Weltrekord

Kommentare