VW-Skandal

Erhöhte Abgaswerte auch bei anderen Automarken

Das Kraftfahrt-Bundesamt derzeit mehr als 50 unterschiedliche Fahrzeuge deutscher und ausländischer Hersteller auf ihren Stickoxid-Ausstoß.
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Das Kraftfahrt-Bundesamt derzeit mehr als 50 unterschiedliche Fahrzeuge deutscher und ausländischer Hersteller auf ihren Stickoxid-Ausstoß.

Der VW-Abgasskandal hat wohl auch Folgen für andere Automarken. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat mehr als 50 Fahrzeugmodell auf Stickoxid- und Schadstoffwerte getestet.   

Als Reaktion auf denAbgas-Skandal bei Volkswagen überprüft das Kraftfahrt-Bundesamt derzeit mehr als 50 unterschiedliche Fahrzeuge deutscher und ausländischer Hersteller auf ihren Stickoxid-Ausstoß. Etwa zwei Drittel der Messungen seien bereits erfolgt, teilte die Flensburger Behörde am Mittwoch mit. Auf Grundlage von Rohdaten seien bisher zum Teil erhöhte Stickoxidwerte bei unterschiedlichen Bedingungen gemessen worden. Über diese Daten werde nun mit den betroffenen Herstellern und Genehmigungsbehörden gesprochen. Erst nach dieser Evaluierung könnten rechtlich belastbare Ergebnisse vorgelegt werden, sagte ein Sprecher der Behörde. Wann dies sein werde, sei noch völlig unklar und hänge unter anderem von der Zahl der betroffenen Hersteller ab.

50 Dieselautos im Test

Das Kraftfahrt-Bundesamt untersucht seit Ende September, ob es möglicherweise weitere Manipulationen beim Schadstoffausstoß und dabei vor allem bei Stickoxiden gegeben hat. Untersucht werden zum einen Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns, und zwar die Modelle Golf, Beetle, Passat, Touran, Polo, Golf Sportsvan und Touareg. Geprüft werden auch der Audi A3 und A6, der Porsche Macan, der 3er und der 5er BMW sowie der BMW Mini, die Ford-Modelle Focus und C-Max, von Opel die Modelle Astra, Insignia und Zafira, die Mercedes C-Klasse und der CLS sowie der Smart Fortwo. Bei einigen Modellen wurden - zum Beispiel wegen unterschiedlicher Emissionsklassen - mehrere Fahrzeuge getestet.

Die Auswahl der Dieselmodelle erfolge zum einen anhand der Zulassungsstatistik, erklärte das Kraftfahrt-Bundesamt. Es reagiere aber auch auf Hinweise von Dritten über auffällige Schadstoffemissionen. Die Untersuchungen erfolgen dann auf dem Rollenprüfstand sowie auf der Straße.

Volkswagen hatte im September zugegeben, dass bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Vergangene Woche gestand das Unternehmen zudem ein, dass bei vermutlich rund 800.000 Autos der tatsächliche Ausstoß von CO2 höher ist als angegeben.

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AFP

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