CES 2015

Laser, LED oder OLED: Duell der Lichtgestalten

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Audi R8 LMX.

Bis jetzt waren LED-Scheinwerfer das Non-Plus-Ultra in der Lichttechnologie. Nun zünden die Autobauer die nächste Stufe: den Laser-Spot für das Fernlicht.

Zwar leuchten in vielen Autos noch Glühlampen in den Scheinwerfern, doch hat sich die Lichttechnik in den letzten Jahren rasant entwickelt. Seit 1991 erhellen Xenon-Scheinwerfer die Straßen. Seit 2008 erobern Leuchtdioden, kurz LED (Light Emitting Diode) die Autotechnik. Mittlerweile beträgt die Reichweite moderner LED-Scheinwerfer bis zu 485 Meter. Ein Plus von 100 Meter gegenüber konventionellen Scheinwerfern mit Glühlampen.

LED und Laserlicht

Audi, BMW oder Mercedes liefern sich regelrecht einen Wettkampf um das Licht in der Frontpartie. Und 2014 schreiben Audi sowie BMW Automobilgeschichte und bringen das Laserlicht auf die Straße. Beim Laserlicht werden parallele Lichtstrahlen gebündelt. Dadurch wird eine Lichtintensität erreicht, die zehn Mal höher ist als bei einer Leuchtdiode.

OLED

Eine besonders innovative Technologie bieten Organische Leuchtdioden, sogenannte OLEDs („organic light emitting Diode”). Sie sind sind extrem flach und dünn. Bei der OLED-Technik leuchten die Flächen selbst. Designern eröffnet das neue Freiheiten. In einigen Handy-Displays und TV-Geräten kommt die OLED-Technik mittlerweile schon zum Einsatz. Auch einige Autohersteller wie Audi, Smart oder Renault arbeiten bereits mit OLEDs. 

Audi

Die Audi Matrix Laser-Technologie ist beim Audi R8 LMX serienmäßig an Bord. Der R8 LMX mit 570 PS und mit Laserlicht kostet 210.000 Euro. Doch das reicht den Ingolstädtern nicht: Auf der Consumer Electronics Show (CES 2015 vom 6. bis 9. Januar) in Las Vegas stellt Audi ein Laserlicht vor, das die gesamte Straße hochauflösend und exakt ausleuchtet. 

BMW

Auch BMW will auf der CES 2015 seine neuesten Entwicklungen beim Laserlicht präsentieren. Schon der Plug-in-Hybrid BMW i8 (ab 126.000 Euro) leuchtet auf Wunsch mit Laserscheinwerfern durch die Nacht. Ein kamerabasierter, digitaler Fernlichtassistent blendet automatisch ab. Doch in Zukunft sollen neue Systeme das Licht noch intelligenter machen.    

Mercedes

Mercedes setzt in Zukunft weiter auf Hochleistungs-LED-Scheinwerfer. Das Zusatzfernlicht hat eine Reichweite von 600 Metern, allerdings ohne vorausfahrende oder entgegenkommende Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Neben der Lichtperformance hat diese LED-Technik für die Stuttgarter Autobauer einen echten Vorteil: im Gegensatz zu „Laser-Scheinwerfern“  sind die Kosten geringer. 

ml

Martina Lippl

Martina Lippl

E-Mail:martina.lippl@merkur.de

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