Fahrbericht

Solider Geselle - der Mazda3

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Mit dem Mazda3 unterwegs: Auf schnellen Autobahnetappen oder kurvigen Landstraßen bringt den Kompakten nichts aus der Ruhe.

Wie hoch die Messlatte bei den Kompaktwagen mittlerweile liegt, wird beim aktuellen Mazda3 deutlich. Das Modell ist seit Herbst vergangenen Jahres rundum erneuert und mischt kräftig mit.

Der frontgetriebene Viertürer bietet nicht nur technische Schmankerln wie die sparsamen Skyactiv-Motoren und Ausstattungsdetails aus dem Premiumbereich, wie beispielsweise ein Head-up-Display, sondern wirkt insgesamt unglaublich solide, hochwertig und gut verarbeitet. Nach dem Motto: Reinsetzen und wohlfühlen: Seine Passagiere empfängt der breiter und flacher als sein Vorgänger daherkommende Japaner in auch für Sitzriesen ausreichend groß dimensionierten und bequemen Polstern, auf denen man sich sofort heimisch fühlt.

Reinsetzen und wohlfühlen

Der Blick fällt auf eine geschmackvolle Kombination aus hochwertigem schwarzen Kunststoff, Klavierlack und Chromapplikationen an Armaturenbrett und Schaltern. Hingucker auf dem Armaturenbrett ist der an einen Tabletcomputer erinnernde 7-Zoll-Bildschirm für Audio-Funktionen, Fahrzeugdaten, SD-Navigation und Internetzugang. Bedienerfreundlich angesteuert werden dessen Menüs über einen auf der Mittelkonsole sitzenden Controller und sechs Tasten für den schnellen Zugriff.

In der Mitte des Cockpits thront ein gut ablesbares Rundinstrument mit analogem Drehzahlmesser und einer digitalen Geschwindigkeitsanzeige. Der Topausstattung „Sports Line“ ist das transparente Head-up-Display vorbehalten, das wichtige Informationen auf Augenhöhe projiziert. Im Fond geht es weniger gemütlich zu, die Kopffreiheit ist knapp bemessen, der Zustieg wegen schmaler Türausschnitte umständlich.

Mit Hilfe der asymmetrisch geteilten Rückbank lässt sich das Kofferraumvolumen von 364 auf 1263 Liter erweitern. Der Kofferraum ist nicht riesig, aber klassengemäß ausreichend. So solide der Mazda3 im Design auftritt, so satt ist auch das Fahrgefühl. Auch weil man die Lenkung, wohl als sportliches Zugeständnis, eher schwergängig ausgelegt hat.

Der Mazda3 hat die Ruhe weg

Hingucker auf dem Armaturenbrett: 7-Zoll-Bildschirm für Audio-Funktionen, Fahrzeugdaten, SD-Navigation und Internetzugang.

Auf schnellen Autobahnetappen oder kurvigen Landstraßen bringt den Kompakten nichts aus der Ruhe. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, verfügt aber über ausreichenden Restkomfort. Etwas schwer tut sich trotz Leichtbau-Elementen der 2.0-Liter-Vierzylinder mit Benzindirekteinspritzung und Start-Stopp-Automatik. Das eng gestufte Sechsgang-Schaltgetriebe muss eifrig betätigt werden, um den hoch verdichtenden Benziner bei Laune zu halten, Immerhin stand bei Alltags-Gangart ein Verbrauch von 7,2 Litern zu Buche. Den 120-PS-Motor gibt es ab der mittleren Ausstattungslinie „Center Line“.

Dann sind auch Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, Tempomat, Alufelgen, Internetzugang mit Infodisplay sowie Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Audio-Streaming an Bord. Gegen Aufpreis gibt es Spurwechsel- und -halteassistent, Notbremsassistent und Radar-Abstandstempomat. Da müssen sich die Mitbewerber warm anziehen.

Von Carsten Müller

Mazda3

  • Hubraum: 1998 ccm
  • Leistung: 88 kW/120 PS
  • Drehmoment: 210 Nm
  • Beschleunigung 0-100 km/h: 8,9 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
  • Verbrauch: 5,1 l/100 km
  • CO2-Emission: 119 g/km Effizienzklasse: B
  • Preis: ab 20.290 Euro

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