Erster Eindruck

Mazda6 und CX-5: Die Wellness-Kur steht ihnen gut

Mazda CX-5 Modell 2015
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Große Fangemeinde: Das Crossover-SUV ist der meistverkaufte Mazda in Deutschland.

Von einer Midlife-Krise kann bei diesen zwei Kandidaten wohl nicht die Rede sein. Der Mazda CX-5 und der Madza6 stehen nach drei, beziehungsweise zwei Lebensjahren noch voll im Saft.

Trotzdem spendiert Mazda dem Erfolgsduo eine ausführliche Wellnesskur, um sie für die zweite Hälfte ihres Lebenszyklus fit zu machen. Operation geglückt, so das Urteil nach dem ersten Kennenlernen.

Das Crossover-SUV CX-5 bereitet den Mazda-Managern seit seiner Premiere im Frühjahr 2012 viel Freude. Es ist mit Abstand der in Deutschland meistverkaufte Mazda, hat erst letztes Jahr mit 18 674 Zulassungen wieder ein glänzendes Ergebnis hingelegt. Was die Kaufleute froh macht: Der schicke Japaner wird häufig mit Allradantrieb, Diesel und in den höheren Ausstattungsversionen gekauft – das bringt Kohle in die Kasse.

Das soll auch mit der ab sofort verfügbaren Version so bleiben. Die Chancen stehen gut, denn auch bei Mazda wird die lukrative Methode praktiziert, begehrte Extras nur in den besseren Versionen anzubieten – teils serienmäßig, teils gegen Aufpreis. Nicht dass die Prime-Line genannte Basis ärmlich daherkommen würde. Sechsgangschaltung, Klima- und Audioanlage, Alufelgen und elektrische Helfer für Türen, Fenster und Spiegel sind immer an Bord. Neuerdings auch eine elektrische Parkbremse. Doch wer mehr investiert, kann auch noch LED-Licht ordern oder den Tempomaten mit Abstandshalter, einen Spurhalte- und einen Auspark-Assistenten.

Auch das Internet im Auto ist ein Thema, das Connect-System mit Sieben-Zoll-Bildschirm und Dreh-/Drück-Bedienung ist angenehm selbsterklärend ausgefallen. Überhaupt überzeugt der CX-5 durch einen einfachen Umgang: Reinsetzen, kurze Orientierung, Startknopf drücken – das war’s. Die Fortbewegung ist typisch Mazda: gutes Fahrwerk, angenehm abgestimmte Lenkung, niedriges Geräuschniveau. So mögen wir’s.

Schick und komfortabel lässt es sich im Mazda6 verreisen. Seine rote Lackierung wird ungewöhnlich oft geordert.

Etwas überraschend wirkt ein neuer Motor beim Erfolgstypen: Es ist ein 2,5-Liter-Benziner mit 192 PS und Allrad, der in dem stark von Dieseln dominierten Segment eher kein Verkaufshit werden dürfte. Ebenfalls nur als 4x4 gibt es den 160 PS starken Benziner, die dritte Version mit 165 PS wird nur mit Frontantrieb ausgeliefert. Die 150 und 175 PS starken 2,2-Liter-Diesel sind mit Sechsgang-Handschalter oder mit Automatik zu haben, der Schwächere mit Front- oder Allradantrieb, der Stärkere nur mit Kraft auf allen Vieren. Bei 24 190 Euro für den 165-PS-Benziner in der Basisausstattung Prime-Line geht es preislich los und bei den 38 690 Euro fürs Diesel-Spitzenmodell muss angesichts netter Sonderausstattungs-Angebote lange nicht Schluss sein.

Wer Mazda6 fahren will, ist ab 25 290 Euro dabei. Wie bisher sind die Preise für viertürige Limousine und Kombi gleich, neu ist, dass die 150 und 175 PS starken Diesel-Aggregate jetzt optional auch mit Allrad zu haben sind. Benziner werden weiter mit 145, 165 und 192 PS angeboten.

Die Aufrüstung mit Helferlein ist analog zu der beim CX-5 vonstatten gegangen. Neu sind eine adaptive LED-Scheinwerferanlage und das Head-up-Display, das nicht nur Tempo- und Navi-Hinweise anzeigt, sondern auch zur Ordnung ruft: Etwa mit dem von einem Warnton begleiteten „Lenkrad fassen“, wenn der Pilot die Hände gerade anderweitig einsetzt.

Auch der Mazda6 ist ein Meister der gepflegten Fortbewegung: leise, gut verarbeitet, geräumig und schick. Die sinnliche Designlinie steht dem Japan-6er vor allem als Kombi (Kofferraum 522 bis 1648 Liter) besonders gut. Mit ihm kann man sich auch in besseren Kreisen sehen lassen, obwohl er nicht zum Premium zählt. Ungewöhnlich für die sonst eher dezent gefärbte untere Mittelklasse ist der Erfolg der „Soul Red“-Lackierung, die von mehr als 20 Prozent der Käufer geordert wird. So mausert sich das schicke Vernunftauto zum bunten Tupfer der Straßen.

Der neue Mazda CX-5

Der neue Mazda CX-5

Rudolf Huber

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