Freizeitaktivist

Mercedes B-Klasse aufgepeppt

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Schnittiger: Kühler, Lichter, Stoßfänger die Frontpartie zeigt sich verjüngt: die neue Mercedes B-Klasse kommt noch im Herbst 2014.

Kompaktvan – das klingt nicht so besonders aufregend, eher nach Nutzwert, nach Pflicht- als nach Kürprogramm. Sportstourer ist eindeutig besser. Und verkauft sich wie narrisch.

Mehr als eine Million B-Klassen hat Mercedes seit deren Start 2005 an die Frau und den Mann gebracht. Mit steigender Tendenz. Jetzt wird die zweite Generation des Erfolgstypen fit gemacht für die zweite Hälfte seines Lebenszyklus’. Das Ergebnis geht deutlich über ein reines Facelift hinaus.

Multitalent Mercedes B-Klasse

Als „Multitalent für Freizeit­aktive“ bezeichnet Marketing-Strategin Eva Wiese die aufgefrischte B-Klasse. Und attestiert, sie sei flexibel, effizient, komfortabel und sicher. Kein Wunder, so die Mercedes-Frau, „dass jetzt auch der Wettbewerb das Segment entdeckt hat“ – womit sie natürlich den „Active Tourer“ genannten 2er BMW meint.

Stoßfänger, Kühler, Tagfahrlichter, Heckstoßstange – die Designer sorgten für ein frischeres, knackigeres Erscheinungsbild. Auch im Innenraum, an den Armaturen, wurde kräftig gefeilt. Eine neue, besser ablesbare Zifferblattgrafik bei Tacho und Drehzahlmesser, ein jetzt bis zu acht Zoll großer Touchscreen-Bildschirm, die aktuellen Online-Applikationen wie „Connect me“ aus den übrigen Mercedes-Modellen: Es hat sich einiges getan. Auch in Sachen Sicherheit. Der Aufprallverhinderer namens Collision Prevention Assist Plus ist serienmäßig, wobei das neue Plus für dessen Fähigkeit steht, den Wagen jetzt im Fall eines drohenden Auffahrunfalls selbsttätig bis zum Stand abzubremsen.

Motoren

Fünf Diesel mit 90 bis 177 PS hat Mercedes zum Start am 29. November im Angebot, dazu fünf Benziner mit 122 bis 211 PS. Beim ersten Kontakt mit der frischen B-Klasse werkelte unter der Haube der ruhige und muntere 2,2-Liter-CDI mit 177 PS, der den 4,40 Meter langen Allradler in 8,3 Sekunden auf 100 bringt und 220 Sachen schnell macht. Der Normverbrauch von 5,0 Litern war nicht so ganz zu schaffen, wir kamen auf exakt 7,0 Liter. Apropos Allrad: Davon gibt es vier Motor-Versionen.

Mercedes B-Klasse auch mit Elektro-Antrieb

Das neue Cockpit mit großem InfoScreen.

Alternative Antriebe bietet Mercedes auch: In Form der 156 PS starken Erdgas-Variante. Und als Electric Drive genannte und 180 PS starke Elektroversion, die voll geladen gut 200 Kilometer Reichweite anzeigte. Dieser Vorrat schmolz aber bei etwas flotterer Fahrweise so schnell zusammen, dass in der Praxis wohl 150 gemäßigte Kilometer realistisch sein dürften. Auffallend bei Stromer und Gasauto: Dank der Unterflur-Akkus und des Gastanks unter der Rücksitzbank bleibt im Gegensatz zu Mitbewerbern wie dem elektrischen Ford Focus das Platzangebot weitestgehend erhalten, auch der 501 bis 1456 Liter große Kofferraum.

Es gibt also reichlich Auswahl bei der neuen B-Klasse, ihre Erfolgskurve dürfte auch die nächsten Jahre steil nach oben zeigen. Und das zu Preisen ab 27.102,25 Euro. Dafür gibt es den B 180 mit 122 PS starkem Benziner, der preiswerteste Diesel ist der B 160 CDI mit 90 PS, der ab 27 905,50 Euro in der Liste steht. Die Erdgas-B-Klasse kostet ab 32 903,50 Euro. Beim Stromer wird der Preis erst am 3. November bekanntgegeben. Dem Vernehmen nach soll er knapp unter der psychologisch wichtigen Schwelle von 40.000 Euro liegen.

Gregor Rudolph

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