Zukunftsmusik

Die Stars in Peking von Mercedes und BMW

BMW Vision Future Luxury
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Bitte bauen! BMW Vision Future Luxury

Sie sind die Stars der China Auto Show, sie kommen beide aus Deutschland und sind zwei Konzept-Fahrzeuge – noch! Wir sagen, ob, wann und wie wir den Mercedes MLC und den BWM Vision Future Luxury auf der Straße sehen werden.

Beim Mercedes ist die Frage schnell beantwortet. Mitte 2015, wie es aus dem Konzern verlautet, und man darf sich freuen, denn der Neue aus Stuttgart ist ein Augenschmaus. Der MLC wirkt wie ein Raubtier vor dem Sprung, da ist zum einen die geduckte Coupé-Linie, zum anderen der kraftvolle Stand eines SUV.

Für eine ähnliche Form ist Konkurrent BMW vor einigen Jahren verlacht worden. Als der X6 auf den Markt kam, ernteten die Münchner viel Spott, der allerdings verstummte, als sich die Verkaufszahlen nach oben schraubten. Eine bloße Kopie des BMW-Coupé sieht man bei Mercedes aber nicht. Entwicklungschef Andreas Zygan: „Unser Design kommt aus unserer großen Coupé-Tradition, die wir mit den Vorteilen eines SUVs kombiniert haben. Wobei bei uns die sportlich-dynamische Onroad-Performance im Vordergrund steht. Mit diesem Coupé wollen wir ein zusätzliches Kunden-Segment erschließen. Wir wollen ja schließlich wachsen, und da ist bei den SUVs noch Luft.“

Laut Mercedes-Entwicklungschef Andreas Zygan soll der MLC neue Käuferschichten erschließen.

Vor allem bei der zahlungskräftigen Klientel, denn dort beobachten die Marktforscher einen neuen Trend: neben einem Sportwagen geht mittlerweile auch ein kleinerer SUV als Zweitauto. Gebaut wird der MLC auf der Basis des ML, zunächst mit einem Dreiliter-V6-Doppelturbo mit 333 PS und einem 9-Gang-Getriebe. Dass ein 600-PS starker MLC 63 AMG kommt, ist wahrscheinlich, ob jedoch die komplett über das Heck gehende Lichtleiste und der von einem großen Stern dominierte wuchtige Lamellengrill kommt, wird noch nicht verraten. Aber wer Mercedes kennt, weiß, dass die Studien, die auf den Messen vorgestellt werden, schon seit einiger Zeit sehr nahe an der Realität sind.

Was man beim zweiten Hingucker der China Auto Show, dem BMW Vision Future Luxury nicht behaupten kann. Denn der von vielen Fachleuten schon als der neue 9er oder mindestens als neuer 7er bezeichnete Wagen versteht sich in vielen Punkten als Technologie- und Desginträger. Wie BMW-Sprecher Ralph Huber sagt, wird man jedoch das eine oder andere Element in künftigen Baureihen finden. Mit Sicherheit beim neuen 7er, der in absehbarer Zeit auf den Markt rollen soll. Höchste Zeit, denn die Münchner müssen der neuen S-Klasse von Mercedes etwas Entsprechendes entgegensetzen. Ob der neue 7er die sich gegenläufig öffnenden „Suicide-Doors“ (Selbstmord-Türen) bekommt, ist zu bezweifeln, die nachgeschärfte, an eine Haischnauze erinnernde Front schon eher. Die schmalen Laserlichter, die bereits im i8 im Einsatz sind, lassen da auch ganz neue Möglichkeiten zu. Wünschenswert wäre auch das kecke Heck, das zum ersten Mal in der Designsprache von BMW ebenfalls das tödliche Grinsen eines Hais trägt. Karim Habib hat hier ganze Arbeit geleistet: „Das Design des BMW Vision Future Luxury versteht sich als Botschafter: In ihm erwacht unser Verständnis von modernem Luxus zum Leben“, wird der BMW-Designchef bei stern online zitiert.

Und in der Tat, der BMW Vision Future Luxury ist die eleganteste Luxus-Wuchtbrumme seit Langem. Was sich auch im Inneren fortsetzt: Dynamisch geschwungen schlängelt sich die B-Säule am Schalengehäuse des Fahrersitzes entlang. Natürlich aus Karbon, denn BMW betreibt zur Herstellung des Kunststoffs eine eigene Fabrik in den USA. Das Innere ist schwebend, leicht und edel, fast hat man den Eindruck, der Geist des Feng Shui habe hier Pate gestanden. Und auch der Geist der künftigen Instrumentengenerationen. Da ist zum einen ein riesiges Head-up-Display, das auch potenzielle Gefahrenquellen auf die Scheibe projizieren könnte und das unter Mithilfe eines Ampelassistenten genau sagen kann, wann welche Anlage auf Grün schaltet. Das Armaturenbrett ist durchgehend mit Bildschirmen ausgestattet, auch der Beifahrer kommt so in den Genuss von Multimedia, kann im Web surfen oder sich einen Film streamen.

Fazit

Mercedes und BMW zeigen mit ihren Konzeptautos, wohin die automobile Reise gehen wird. Ästheten dürfen sich freuen, denn Autos sind künftig nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Designstücke, die man einfach gerne hat.

RDF

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