Hybrid-Dinos

Dicke Dinger – schlanker Verbrauch? Mercedes GLE

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Einer fürs Gelände: Mit dem entsprechenden Offroad-Paket ausgerüstet, schafft der Mercedes GLE sogar schwerste Steigungen und Abfahrten.

Ein SUV liebt den Suff! Mit dieser Binsenweisheit lag man bisher nie verkehrt. Sind diese Dinger ja nicht nur richtig dick, sondern auch richtig schwer.

Außerdem ist der cw-Wert allein schon wegen der aufgerichteten Statur nicht unbedingt optimal. Jetzt schicken die Hersteller ihre SUV´s jedoch auf Entzug.

Verbrauchsreduzierungen von bis zu 17 Prozent bei herkömmlichen Antrieben verspricht Mercedes-Benz bei seiner neuen GLE-Familie (der ML-Nachfolger) und der neue GLE 500e, ein echter Hybrid, soll sich gar mit 3,3 Litern begnügen. Aber auch BMW will mit dem X5 Hybrid (ebenfalls 3,3 Liter Verbrauch) beweisen, dass man die größten Säufer unter Einsatz von Elektrizität und Elektromotor trockenlegen kann. Wir haben die dicken Dinger schon mal getestet.

Mercedes und BMW setzten mit modernster Hybrid-Technik ihre SUVs auf Entzug

Aus ML wird GLE! So einfach lautet die Formel, um zu verstehen, welchen Platz der Neue in der Mercedes-Familie einnimmt. Der neue alte ML hat sich in der Transformationsphase jedoch nicht nur verändert, sondern quasi eine Zellteilung mitgemacht.

Sein neuer Bruder ist ein waschechtes Coupé mit runden fließenden Formen und einem kecken Heck. Ein SUV, der laut Mercedes mehr Sport wagen und damit ein Sport-SUV sein soll. Letzteres trifft vor allem auf die AMG-Variante zu. Der Mercedes GLE 63 S schöpft aus einem Achtzylinder schier unglaubliche 585 PS und ist wirklich eine Rakete auf Rädern. Sie sägt unter brabbelnden, blubbernden und brodelnden Auspuffgeräuschen (bester AMG-Sound seit Langem) von null auf 100 km/h in 4,2 Sekunden, fährt sich dabei in der Tat wie ein waschechter Sportwagen, brennt aber mit einem Grundpreis von 115 251 Euro ein größeres Loch in den Geldbeutel. So viel Spaß er auch macht, der GLE 63 von AMG ist allerdings ein SUV, der säuft. Der Normverbrauch im Test lag bei stattlichen 18 Litern (11,9 Liter laut Werksangabe), wir waren aber nicht unbedingt zögerlich-zaudernd bei der Bedienung des Gaspedals.

Deutlich sparsamer sieht es am anderen Ende der Fahrzeugstange aus. Der Mercedes GLE 250 d mit seinem Diesel-Vierzylinder (204 PS) zum Beispiel soll der erste SUV sein, der mit einem konventionellen Antrieb die CO2-Marke von 140 g pro Kilometer nach unten durchbricht und nur rund 5,5 Liter verbrauchen soll bei einem Gewicht von knapp über zwei Tonnen (!). Der um zwei Zylinder größere und um 54 PS stärkere 350 d schluckt nur knapp einen Liter mehr. Überhaupt kein Schluckspecht mehr soll die Hybrid-Variante sein. Der Mercedes GLE 500e soll sich mit 3,3 Litern begnügen.

Genügsamer und besser – so soll der neue GLE die ML-Erfolgsgeschichte (1,6 Millionen verkaufter Fahrzeuge) weiterschreiben. Mercedes setzt dabei auf eine Doppelstrategie: hier das elegante und sportliche Coupé für das Opernpublikum (Preis ab 66 699 Euro), dort der bullig-markante Bruder für die Skihütte (ab 53 966 Euro). Das doppelte Benzchen gibt es zu kaufen ab 20.7. das Coupé und ab dem 12.9. den konventionellen Bruder.

Der neue Mercedes GLE 

Der neue Mercedes GLE 

Das Mercedes GLE Coupé

Das ist das Mercedes GLE Coupé

RDF

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