Flotter Flitzer

So hell strahlt Mitsubishis Star für die Stadt

Mitsubishi Space Star
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Stadtfloh und Raumwunder: Der Mitsubishi Space Star.

Immer mehr Autos und immer weniger Parkplätze in den Städten – Mitsubishi hat dafür eine Lösung parat: den neuen Space Star.

Mit dem nur 3,71 Meter kurzen und sparsamsten Stadtfloh seiner Klasse wollen die Japaner ab sofort auch hierzulande punkten. In neuen, flotten Frühlingsfarben steht das fünftürige Raumwunder ab diesem Wochenende bei den Händlern. Attraktiv auch der Einstiegspreis: Mit 8.990 Euro für das Einstiegsmodell, den 1,0-Liter-Dreizylinder mit 52kW bzw. 71 PS, unterbietet Mitsubishi preislich fast die gesamte Konkurrenz der Miniflitzer. Wir haben den Mini-Japaner vor seinem Deutschland-Start getestet.

Das schlichte Cockpit ist ansehenlich und leicht zu bedienen.

Zugegeben: Rein optisch verbreitet der neue Mitsubishi bis auf die mutigen Lackierungen wie Apfel-Grün, Atoll-Blau und Amarena-Rot kaum Starappeal. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Colt mit dem aggressiven Jetfighter-Grill, haben die Japaner dem Space Star ein unauffälliges Allerweltdesign verpasst. Grund: Der in Thailand produzierte Space Star wurde als Weltauto konzipiert, hat aus Kostengründen rund um den Globus die gleiche Form. Bei der ersten Sitzprobe jedoch wird der Space Star seinem Namen gerecht. Obwohl 20 Zentimeter kürzer als der Colt, überrascht im Innern ein relativ großes Raumgefühl. Vorn ist ebenso großzügig Platz wie auf der Rückbank, wo nicht nur Kinder, sondern sogar 1,90-Meter-Riesen noch genügend Bewegungsfreiheit haben. Allerdings: Für mehr als zwei Erwachsene ist hinten nicht Platz.

Als Raumwunder entpuppt sich auch der Kofferraum: Der hat ein Volumen von 235 bis 912 Liter und eine Längennutzung von bis zu 2,40 Metern! Einziges Manko: Die Ladekante ist ziemlich hoch. Legt man die zweiteilige Rückbank um, passen ein Kindersitz und sogar ein zusammengelegter Kinderwagen in den Zwerg. Zielgruppe für den Space Star ist ohnehin vornehmlich das weibliche Geschlecht – mit oder ohne Nachwuchs.

Mit 3,71 Metern Länge zwängt er sich überall durch.

Frauenfreundlich ist auch das Cockpit: Es ist einfach, übersichtlich und praktikabel, nicht von Schaltern und Knöpfen überfrachtet. Ansehnlich, wenn auch etwas schlicht, sind die verwendeten Materialien aus weichem Kunststoff und die Bleche in Klavierlackoptik. Was soll’s: Am Steuer des Space Star hat man eine gute Rundumsicht. Das Einparken in kleinen Lücken ist dank der leichtgängigen Lenkung problemlos. Positiv auch der geringe Wendekreis von nur 9,2 Metern – einer der kleinsten im Segment.

Sehr ordentlich sind auch die Fahrleistungen des nur 920 Kilogramm schweren Japaners: Fahrwerk und Federung sind gut abgestimmt, Kurven nimmt der japanische Mini agil und liegt auch bei höheren Geschwindigkeiten ruhig auf der Straße. Allerdings muss man bei beiden Dreizylinderaggregaten – sowohl beim 1,0-Liter mit 71PS als auch beim 1,2-Liter mit 80 PS – öfter die Fünfgangschaltung bedienen, um den Zwerg richtig in Fahrt zu bringen. Bei höheren Drehzahlen über Land oder Autobahn knurren die Motoren dann laut auf, erreichen jedoch locker das Maximaltempo von 170 bzw. 180 km/h. Allerdings stören bei Geschwindigkeiten über 130 km/h Windgeräusche.

Das ideale Revier für den kleinsten Mitsubishi ist ohnehin die Stadt. Hier wird er zum spritzigen Flitzer. Und zum Sparwunder: Der 1,0-Liter-Motor verbraucht laut Werk kombiniert nur vier Liter, der 1,2-Liter-Motor nur 4,4 Liter auf 100 Kilometer – das sind Topwerte im Zwergensegment. Bei unseren flotten Testfahrten kamen wir jedoch auf fünf bis sechs Liter.

Rekordverächtig ist zudem der Preis für den kleinsten Mitsubishi: Der fünftürige Space Star 1,0 mit 71 PS startet bei 8.990 Euro. Extras wie Klima-, Radio-CD-MP3-Anlage und Start-Stopp-Automatik gibt es jedoch erst ab der höheren Ausstattungslinie Light für 10.990 Euro. Die 1,2-Liter-Version Shine beginnt bei 12.990 Euro und beinhaltet Klimaautomatik und 15-Zoll-Leichtmetallräder. Für 1.000 Euro Aufpreis gibt’s den größeren Benziner auch mit stufenloser CVT-Automatik sowie Berganfahrhilfe.

2015 soll der Space Star auch elektrisch fahren.

Heinz Wilhelm

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