Mittelklasse-Roadster

BMW F 800 R: Die Liebe kommt im zweiten Gang

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Überarbeitet: die BMW F 800 R. Zwar auf Vernunft getrimmt, geizt sie auch beim Fahrspaß nicht.

Wenn die Gunst der Käufer erlahmt, muss etwas getan werden. Weil die BMW F 800 R ein wenig in die Jahre gekommen war und in der Zulassungsstatistik weit nach hinten durchgereicht wurde, stand nun eine umfassende Überarbeitung an.

Das neue Modell bekam unter anderem drei PS mehr Leistung, eine neue Gabel, ein aufgefrischtes Design sowie eine geänderte Motorabstimmung.

Ein Motorrad mit sofort entflammter Liebe und Haben-will-Effekt ist das Einstiegsmodell in die F-Baureihe aber nach wie vor nicht. Eher der Typ Vorfahrt für die Vernunft. Was nicht heißt, dass man mit der unverkleideten BMW nicht genug Spaß hat. Der Zweizylinder leistet nun 90 PS und muss nur 202 Kilogramm in Bewegung setzen. Das geht nicht brachial, aber wenn man am Ortsschild im zweiten Gang mal so richtig hochdreht, geht schon ganz schön die Post ab.

Dank des geringen Gewichts ist die F 800 R sehr handlich und vor allem innerorts leicht zu manövrieren. Sie läuft aber auch auf Staats- und Bundesstraßen sauber und unkompliziert und lässt sich auf der Autobahn bis zur Höchstgeschwindigkeit von 218 km/h beschleunigen. Weniger angenehm sind die starken Vibrationen, die bereits ab dem mittleren Drehzahlbereich dafür sorgen, dass in den Rückspiegeln nur noch Schemenhaftes zu erkennen ist.

Ansonsten macht die BMW eine gute Figur. Lob verdient sie sich für stattliche 203 Kilogramm Zuladung, das übersichtliche Cockpit und die gut zu bedienenden Schalter sowie für den sparsamen Verbrauch, der bei unseren Fahrten bei rund vier Liter pro 100 Kilometer lag.

Der Basispreis der BMW F 800 R liegt bei 8900 Euro, zusätzlich können Dynamik-, Touren- und Sicherheitspaket für 305, 510 und 715 Euro geordert werden.

Die neue BMW F 800 R

Die neue BMW F 800 R

Volker Pfau

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