Zackig um die Kurve

Hyosung GD 250i: Spiele mit dem Single

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Die Hyosung in Aktion: Ihr Einzylinder bietet ungeahnten Spaß.

Die Modellpalette des koreanischen Herstellers Hyosung ruft schon Erstaunen vor. Gerade sieben Modelle – drei davon mit 250 Kubikzentimetern – standen auf der Liste...

...nun kommt ein achtes Fahrzeug dazu – und es ist eine 250er. Die GD 250i hat einen Einzylinder als Kraftquelle, das zumindest macht sie in der Modellpalette des Herstellers einmalig.

In den Leistungsdaten unterscheidet sich der neue Single nicht von den Zweizylinder-Geschwistern: 28 PS (21 kW) stehen da bei beiden in den Papieren. Der Blick auf die anderen Angaben lässt aber erahnen, dass da der Grundstein für eine neue Motorradgeneration gelegt werden könnte. Die GD hat ein Sechsgang-Getriebe, einen Rahmen, bei dem der Motor tragendes Element ist, und sie wiegt dabei gerade 154 Kilo. Klingt nach einem netten Spielzeug.

Um damit Spaß zu haben, ist allerdings Schaltarbeit notwendig, doch da sich die Gänge leicht und exakt wechseln lassen, gehört die Beschleunigung schon zum Spaßprogramm. Die Viertelliter-Hyosung muss ordentlich gedreht werden, um voranzukommen, und erfordert dementsprechend eine aktive Fahrweise. Aber einmal auf Touren gekommen, flitzt der Hyosung-Single schön zackig um die Kurven, denn das Fahrwerk braucht sich nicht zu verstecken und genügt auch gehobeneren Ansprüchen. Denen genügen übrigens auch die Bremsen.

Der Sound, der bei der eifrigen Beschleunigungsarbeit und dem notwendigen Hochdrehen des Einzylinders mit 249 Kubikzentimetern Hubraum dem Auspuff entweicht, klingt erstaunlich gut. Überhaupt vergisst man immer wieder, das man auf einem vergleichsweise kleinen Motorrad sitzt, denn die Sitzposition, die Schalter und Griffe und das informative und schön gestaltete Cockpit vermitteln das Gefühl, ein richtiges Motorrad zu bewegen. Das aber sehr leicht und handlich bewegt werden kann, stabil auf dem gewählten Kurs bleibt und sich leicht um die Kurven zirkeln lässt. Geht’s unbeschränkt voran, arbeitet sich die wackere Hyosung auf ein Maximaltempo von 140 km/h.

Obwohl die GD 250i ordentliche Drehzahlen braucht, um voranzukommen, ermittelten wir einen Durchschnittsverbrauch von gerade mal 3,5 Liter auf 100 Kilometer. Der Elf-Liter-Tank ermöglicht also theoretisch Etappen von knapp 300 Kilometern, die man aber nicht wirklich ausreizen will: Weil der hochdrehende Single feine Vibrationen entwickelt, nimmt man auf längeren Touren Gelegenheiten zur Pause dankbar an. Insgesamt ist die 3495 Euro teure Hyosung GD 250i aber nicht nur wegen des günstigen Preises ein sehr attraktiver Single, sondern auch weil sie optisch viel hermacht und man mit ihr viel Spaß haben kann.

Volker Pfau

Volker Pfau

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E-Mail:Volker.Pfau@tz.de

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