Fahrbericht

Weniger ist mehr - Kymco Xciting 400i ABS

Kymco Xciting 400i ABS
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Kleinerer Hubraum, größeres Vergnügen: Kymco Xciting 400i ABS. Der Neue ist kleiner als der Vorgänger, bietet aber ähnliches Fahrvergnügen.

Die Luft in der Roller-Oberklasse ist dünn. Da muss das Modellprogramm perfekt passen, und auf gar keinen Fall darf es Konkurrenz im eigenen Haus geben.

So ist es zu erklären, dass Kymco den Xciting 500i aus dem Programm nahm – er war wohl zu nahe am Topmodell Myroad 700 – und ihn zu dieser Saison durch den neuen 400i ABS ersetzt.

Auf dem Papier ist der Unterschied zum Vorgänger nicht allzu groß: Der neue Kleine hat zwar 99 Kubikzentimeter Hubraum weniger, aber nur eine um zwei PS geringere Leistung. 36 Pferdestärken (26,5 kW) stehen nun in den Papieren. Das fällt beim 400er aber nicht auf, da er obendrein nur 209 Kilogramm auf die Waage bringt, satte 21 weniger als der Vorgänger. Der neu entwickelte Einzylinder verrichtet ruhig und unspektakulär seine Arbeit, beschleunigt den Taiwan-Scooter innerorts nachhaltig und hat außerorts genug Reserven für stressfreie Überholmanöver und zügig zu absolvierende Etappen.

Zufrieden mit der Kymco Xciting 400i ABS: unser Tester und Autor Volker Pfau.

Auch auf kurvigen Strecken läuft der Xciting 400i absolut ruhig und bleibt selbst bei flottem Tempo sauber auf der gewählten Linie. Ist der Pilot dann doch mal etwas zu optimistisch unterwegs, genügt kurzes Gaswegnehmen oder Antippen des Bremshebels (ABS ist Serie), um die Fuhre wieder in sicheres Fahrwasser zu bringen. Unterwegs gefällt, dass die Spiegel absolut vibrationsfrei sind, das Cockpit aufgeräumt ist, die Schalter perfekt positioniert sind und die Sitzposition entspanntes Fahren ermöglicht.

Angenehm auffällig: das aufgeräumte Cockpit.

Die Höchstgeschwindigkeit des Xciting 400i beträgt – nimmt man den Mittelwert zwischen Kfz-Papieren und Tacho-Anzeige – rund 145 km/h. Mit so viel Power darf es nicht verwundern, wenn der Verbrauch im Schnitt 3,8 Liter auf 100 Kilometer beträgt. Dafür ist der Kymco mit einem Preis von 5999 Euro im Vergleich zu den Mitbewerbern sehr günstig. Und obendrein sind noch Ex­tras wie eine Handy-Ladebuchse im Fach unter der Sitzbank, eine 12-V-Bordsteckdose in der Lenkerverkleidung, eine Feststellbremse sowie eine Warnblinkanlage serienmäßig. Eine Nummer kleiner zu wählen, bedeutet also nicht automatisch, weniger zu bekommen.

Volker Pfau

Volker Pfau

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