So stark wie selten

Unsere Höhepunkte der Detroit Motor Show NAIAS

Unsere Höhepunkte der Detroit Motor Show NAIAS 2016.
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Unsere Höhepunkte der Detroit Motor Show NAIAS 2016.

Der Nabel der Autowelt liegt noch bis zum 24. Januar in Detroit/Michigan. Die deutschen Hersteller nehmen auf der North American Autoshow viel Raum ein.

Die neue E-Klasse von Mercedes haben wir bereits ausführlich vorgestellt, jetzt sind die weiteren Highlights der traditionsreichen Messe dran – und uns scheint: So stark war’s selten! 

Kraftvoll: BMW X4 und M2 Coupé

BMW lässt in der Cobo-Hall ordentlich die Muskeln spielen. Neben dem überaus knackig anzusehenden M2 Coupé, das mit seinen 370 PS für ordentlich Stimmung bei den Kompaktsportlern sorgen soll, steht die künftige Power-Version des erfolgreichen Crossovers X4 im Rampenlicht: Mit weiter präzisierter Fahrdynamik, individueller Optik und einem nagelneuen Sechszylinder aus der M GmbH-Motorenschmiede bringt es der BMW X4 M40i auf 360 PS und einen Sprintwert von 4,9 Sekunden, bei 250 km/h wird der Vorwärtsdrang elek­tronisch eingebremst.

Ganz schön extrovertiert: BMW X4 M40i

Aggressiv: Lexus LC 500

Lexus LC500.

Eine neue Ära soll der Lexus LC 500 bei der feinen Toyota-Tochter einläuten. In Sachen Design orientiert sich das flach geschnittene Luxus-Coupé an der derzeitigen Lexus-Methode, allen Fahrzeugen ein gewaltiges X auf die Nase zu zeichnen. Die Front wirkt reichlich aggressiv und ist sicher nicht nach jedermanns Geschmack, dahinter steckt ein Fünfliter-V8-Sauger mit 473 PS, dessen Kraft per Zehngang-Automatik an die Hinterräder gebracht wird. Der 4,76 Meter lange Japan-Flitzer soll in unter viereinhalb Sekunden auf 100 Sachen beschleunigen und sehr nobel ausgestattet sein. Markteinführung: erstes Quartal 2017.

Sicher: Volvo S90

Die Schweden suchen sich ihre Messeauftritte sorgfältig aus, anders als die Frankfurter IAA befanden sie die Motor Show in Detroit ihres Erscheinens für würdig. Mit dabei haben sie als Weltneuheit den S90, der viele Designdetails des erfolgreichen Volvo XC90 auf die Luxuslimousinen-Ebene transportiert – also ausschaut wie ein typischer moderner Volvo. Die neue Baureihe, die vom Format her zwischen E- und S-Klasse angesiedelt ist, kommt im Sommer auf den Markt und soll natürlich wieder neue Sicherheits-Standards setzen. Unter anderem mit einem System das Zusammenstöße mit Elchen und ähnlichem Großwild verhindern soll.

Einer fürs Luxuriöse: Der neue Volvo S90

Fisker Force 1

Fisker Force 1.

Auch ein Supersportler muss nicht asketisch daherkommen. Das zeigt der dänische Designer Henrik Fisker mit dem Force 1 des neu gegründeten Unternehmens VLF. Die knackige Sportflunder auf Basis der Dodge Viper begeistert im Innenraum mit feinem Leder und Flaschenhaltern, in denen der Fahrer sein Perrier und der Beifahrer seinen Champagner verstauen kann. Der Motor leistet aus zehn Zylindern mit 8,4 Litern Hubraum beeindruckende 745 PS, mehr bietet derzeit kein Benziner ohne Turbo. Er bringt die Kiste in drei Sekunden auf 100 Sachen. Kosten soll der 4,55 Meter lange Zweitürer umgerechnet knapp 250 000 Euro.

Italiener mit Japan-Genen: Fiat 124

Der FCA-Konzern aus Fiat und Chrysler hat in Detroit ein halbes Heimspiel und nutzt die Möglichkeit, mit dem Chrysler Pacifica den Nachfolger des Voyager zu zeigen – ein Start in Deutschland ist derzeit nicht vorgesehen. Der neue Fiat 124 wird dagegen sehr wohl bei deutschen Roadster-Fans für Begeisterung sorgen. Er basiert auf dem Mazda MX-5 und bietet neben einem Softtop einen Turbobenziner, der aus 1,4 Litern Hubraum 140 PS holt. Erster optischer Eindruck: Der 124 ist fast ein bisschen schicker als sein japanischer Gen-Spender. Aber das ist natürlich reine Geschmackssache . . .

Der Fiat 124 Spider

Bissig: Raptor

Ford F-150 Raptor SuperCrew.

Ford und Nissan lassen es krachen: Ihre Pick-ups werden zu Kraftsportlern! So präsentiert Ford seinen F150 Raptor mit 3,5 Liter großem V6-Motor samt Doppelturbo und spricht von mindestens 420 PS. Nissan setzt beim Titan Warrior Concept auf einen V8-Benziner mit fünf Litern Hubraum und 310 PS. Dazu arbeitet beim Amerikaner eine neue Automatik mit zehn und beim Japaner eine mit sechs Gängen. Allrad haben beide. Während aber der Raptor in nicht allzu ferner Zeit bei uns aufschlagen dürfte, braucht Nissan wohl noch etwas: Der Titan ist (noch) eine Studie.

Rudolf Huber

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