Frisch gemacht

Facelift Audi A1: Kunterbunt und clever

Audi A1 Facelift
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Frisch gemacht: Für das geschärfte Blechkleid vom Audi A1 stehen allein zwölf Farben zur Wahl. Hier: Java-Grün.

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“, trällert Pipi Langstrumpf. Und irgendwie passt diese muntere Liedzeile ausgesprochen gut zum modellgepflegten Audi A1, der ab Februar 2015 bei den Händlern steht:

„Der „junge urbane Mensch“, wie die Zielgruppe formuliert wird, hat insgesamt mehr als eine Million (!) Möglichkeiten, sich seinen ganz persönlichen Ingolstädter zusammenzustellen. Bislang bei Audi Einmaliges tut sich auch im technischen Bereich. Neben überarbeiteten Triebwerken halten auch zwei Dreizylinder Einzug und versprechen einen achtsamen Umgang mit dem Verbrauch. Wir haben uns den kleinen Ingolstädter näher angeschaut:

Die neue Optik vom Audi A1

Das Exterieur, also wie das Auto von außen wirkt, ist beim A1 Kaufgrund Nummer eins. Vor allem an der Vorderfront wurde hier nachgeschärft, der Grill mit den Audi-Ringen ist eckiger, flacher und soll damit maskuliner wirken. Es gibt flache, keilförmige Scheinwerfer und Heckleuchten – auf Wunsch in Xenon-plus-Technologie.

12 Farben für den neuen Audi A1

Die Qual der Wahl beginnt nun für den Kunden bei der Frage nach drei oder fünf Türen (Sportback), geht dann weiter über ein riesiges Farbportfolio für Blechkleid, Dach und Reling, setzt sich bei der Cockpit- und Sitzgestaltung fort und endet auch bei der Frage nach dem Raddesign nicht – allein hier gibt es 17 verschiedene Varianten.

Fürs Blechkleid bietet Audi zwölf Farben an, vier davon sind neu. Weiter geht’s beim Dachbogen für den Dreitürer, wo vier Töne zur Wahl stehen, drei sind es für den Dachhimmel des Sportback. Hinzu kommen bunte Folien, mit denen man seinen A1 noch akzentuieren kann.

Auch innen geht es um große Entscheidungen: Da können die so genannten Akzentflächen wie Armauflagen, Sitzbezüge und die Manschetten der Luftausströmer farblich variiert werden. Außerdem steht ein LED-Innenlichtpaket zur Verfügung, bei dem unter anderem die Lautsprecher illuminiert werden.

Von dieser ganzen bunten Vielfalt unabhängig, fühlt man sich im A1 gleich daheim. Die Liebe zum Detail bei der Verarbeitung ist beeindruckend und verdient die Bezeichnung Premium. Die Bedienung der Instrumente erfolgt intuitiv. Die Sportsitze schmiegen sich wie maßgeschneidert an den Körper, das Lenkrad liegt gut in der Hand.

Noch ein Wort zum Platz: Vorn ist alles wunderbar. Kopffreiheit auch für größere Personen ist gegeben. Hinten lässt es sich ganz passabel reisen. Mit 270 Litern eher übersichtlich ist der Kofferraum. Mit umgeklappter Rückbank ist er aber auf 920 Liter erweiterbar.

Der neue Audi A1 mit Dreizylinder-Motoren

Audi setzt bei seinem modellgepflegten A1 aber nicht nur auf Optik: Neu ist hier die Option Audi drive select, bei welcher der Fahrer vom Cockpit aus das grundlegende Fahrverhalten ändern kann – etwa von sportlich zu sparsam.

Erstmals in der Firmengeschichte bieten die Ingolstädter einen Dreizylinder-Benziner an. Beim 1,0 TFSI ultra wurde Hubraum durch Aufladung ersetzt. Er bietet 95 PS Leistung bei 160 Nm Drehmoment. Ultra steht bei Audi immer für Motoren, die auf einen besonders achtsamen Umgang mit dem Verbrauch hinweisen.

Das Cockpit: Auch hier gibt's unzählige gestalterische Varianten. Die Instrumente lassen sich intuitiv bedienen.

In der Praxis freuen wir uns über diesen agilen Motor, der jeden Städter glücklich machen dürfte. Zum einen reicht er dafür nämlich völlig aus, ist flott im Antrieb (null auf 100 km/h in 11,6 Sekunden), gut im Durchzug und lässt seinen Fahrer auch über Land nicht im Stich (Spitze 182 km/h). Zum anderen soll er laut Hersteller lediglich 4,3 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen.

Der andere Dreizylinder ist der 1,4 TDI ultra mit 90 PS und 230 Nm. Auch an ihm gibt es nichts auszusetzen. Der Verbrauch wird hier mit 3,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer angegeben.

Beide Motoren stehen noch nicht für den Verkaufsstart im Februar zur Verfügung. Den TFSI soll es ab Mai für einen Einstiegspreis knapp unter 17.000 Euro geben. Für den TDI gibt es noch keine Angaben. Wer gleich zur Markteinführung des neuen A1 dabei sein möchte, kann jedoch aus vier anderen, weiterentwickelten Motorvarianten mit einer Leistungsspanne zwischen 90 und 192 PS wählen und muss dann mindestens 19 300 Euro hinblättern. Eine spritsparende Start-Stopp-Automatik gehört dabei stets zur Serienausstattung.

Fazit

Ein kluger, witziger Wagen für die Stadt; spritzige Motoren, tolles Fahrwerk; für Paare oder Singles. Leider recht teuer.

Der neue Audi A1

Der neue Audi A1 Sportback

Katrin Basaran

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