Business Class

Sportlich und elegant: Der neue Audi A6

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Dezent, aber elegant aufgefrischt: Die Frontpartie glänzt mit einem feinem Singleframe-Grill, immer noch schneidig, aber weniger aggressiven Scheinwerfern, rechts: das Modell Avant von der Seite.

Der Audi A6 ist der gelungenste Beweis, wie man in der Oberklasse Noblesse und Sportlichkeit unter ein (Auto-)Dach bringen kann.

Während der A4 eher als Familienauto konzipiert und der A8 das Fahrzeug des Top-Managements ist, rollt der Audi A6 dazwischen. Audi bedient also gleich zwei lukrative Segmente – seit 20 Jahren. Über eine halbe Million Mal ist der A6 seit Anfang der 90er-Jahre von den Bändern gerollt. Wer diesen Verkaufsschlager einem Lifting unterzieht, muss behutsam zu Werke gehen. Bei den Technikern und Designern dürften die Köpfe geraucht haben, denn Audi hat der gesamten A6-Reihe ein Update verpasst – den A-Modellen ebenso wie der sportiven S-Linie und dem ungestümen RS-Modell in den Versionen Limousine und Avant (Kombi).

Am behutsamsten wurde an der Karosserie Hand angelegt, etwa am markanten und aggressiven Singleframe-Grill, an Scheinwerfern, Lufteinlässen, Stoßfängern, Schwellern und Schlussleuchten. Letztere sind die markanteste Neuerung. Denn der klassische Blinker hat ausgedient, stattdessen zeigt eine LED-Lichtlaufleiste dem Hintermann an, wohin die Reise geht. Ein echter Hingucker.

Audi A6 Motoren

Die neue A6-Reihe wartet mit je vier Vier- und Sechszylindern auf – drei TFSI-Aggregaten sowie fünf TDIs mit 150 bis 333 PS. Die neuen S6 und S6 Avant verfügen über einen 4.0 TFSI, ein V8 mit Biturbo-Aufladung und stolzen 450 PS, die von 0 auf 100 in 4,4 und 4,6 Sekunden beschleunigen. Der Audi RS 6 Avant schafft es als Top-Dynamiker der Reihe in 3,9 Sekunden und erreicht auf Kundenwunsch eine Höchstgeschwindigkeit von 305 Kilometern pro Stunde. Sein 4.0 TSFI leistet 560 PS, benötigt für ein Kraftpaket aber vergleichsweise sparsame 9,6 Liter auf 100 Kilometern. Der Biturbo V8 wird von einer Achtstufen-Tiptronic geregelt. Die übrige Palette verfügt entweder über Sechs-Gangschaltgetriebe oder über eine Siebenstufen-Automatik.

Leistung und Luxus sind heute nicht mehr die alleinigen Argumente, die die Premiumkundschaft locken. Auch ganz oben wird zunehmend auf einen geringen Verbrauch und möglichst geringen CO2-Ausstoß geachtet. Die neue A6-Familie setzt auf eine Leichtbaukarosserie mit viel Aluminiumkomponenten und formgehärtetem Stahl. Der A6 1.8 TFSI etwa bringt ein Leergewicht von gerade einmal 1535 Kilogramm auf die Waage.

Audi A6 allroad quattro

Der A6 allroad quattro, der auf dem A6 Avant basiert, ist höher gelegt und verfügt über eine Edelstahl-Verkleidung am Unterboden, im Heck und an der Front. Er verfügt über einen V6-Motor mit Drei-Liter-Hubraum. Ebenfalls mit permanentem Allrad-Antrieb sind der S6 und der S6 Avant ausgestattet. Beide haben die Kraft der 450 Pferdchen.

Im Praxistest – die neue Rehe stellte Audi in Dresden vor – überzeugt die A6-Flotte nicht nur durch den kompromisslosen Qualitäts- und Komfortanspruch innen wie außen. Die neue Verglasung schottet Außengeräusche fast vollständig ab. Die Frontscheibe fällt von innen klein und steil aus, was für eine erfreulich gute und große Übersicht sorgt.

Das erweiterte Infotainment-System unter anderem mit Bang- &-Olufsen-Lautsprechern ist ins Lenkrad und in die Mittelkonsole integriert und dabei auch während der Fahrt gut erreichbar. Eine Bereicherung ist das Google-Earth-basierte Navi, das die Orientierung nochmals erleichtert.

Rundum bietet die aufgepeppte Audi A6-Familie also feinste Technologie und tollen Fahrspaß auf höchstem Niveau. Zu den Händlern kommen die neuen Modelle noch im November. Die Preisspanne reicht dann von 38.400 Euro für die Limousine mit dem 1.8 TFSI, über 40.900 Euro für den A6 Avant und 56.650 Euro für den A6 allroad quattro bis zu 75.400 Euro (S6) und 109.200 Euro für den RS6 Avant.

Hans Moritz

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