Schwer aufgerüstet

Der neue Audi Q7 mit vielen Assistenten

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Audi Q7 Modell 2015

Kein Zweifel, das ist schon ein feines Stück Auto. Seine knapp zwei Tonnen sieht man ihm weder von außen an, obwohl man sie hier aufgrund seiner schieren Größe doch erahnen kann.

Sitzt man aber erst drinnen, ist die Illusion perfekt. Ein filigranes, leicht schwebendes Cockpit fliegende Linien und elegante Materialien erwecken eher den Eindruck einer Edelyacht der Bremer Lürßen-Werft, als den des neuesten Ingolstädter Dickschiffs, des neuen Audi Q7.

Rückblick an den Anfang der großen Dinge(r): Als Audi mit dem Q7 anno 2005 auf dem Markt kam, hatte man nur zaghafte Erfolgshoffnungen. Die Elefantenklasse schien besetzt mit BMW X5 (seit 1999) und Mercedes G-Klasse (seit 1979, M-Klasse seit 1997). Wer konnte damals damit rechnen, dass das der Anfang des Jumbo-Auto-Booms war und sich alleine der Q 7 bis heute über eine halbe Million Mal (Deutschland 60 400 Stück) verkaufen würde?

So viel Komfort hat der neue Audi Q7

Aber zurück zum neuen Q7. Dass es weniger auf Geländegängigkeit ankommt, sondern viel mehr auf Bequemlichkeit, Platzangebot, Übersicht und ein in jeder (Wetter-)Situation verlässliches und vor allem leichtes Handling, sieht man schon bei den SUV-Produktpräsentationen. Da macht sich kaum ein Hersteller mehr die Mühe (außer Mercedes und Range Rover), die Offroad-Fähigkeiten seiner Autos unter Beweis zu stellen, ein paar zackige Gebirgskurven, ein wenig Autobahn – das war’s.

Wichtiger sind da schon die schier unüberblickbare Anzahl der elektronischen Assistenten und technische Finessen wie zum Beispiel, dass der neue Q7 auch ein Lenkgetriebe an der Hinterachse hat, um das Schiff leichter um die Kurven zu navigieren. Oder das üppige Platzangebot: Der SUV ist auf bis zu sieben Sitze erweiterbar und wohl der einzige seiner Klasse, der drei Kindersitze nebeneinander unterbringt. Dabei wurde das Fahrgerät um 325 Kilogramm leichter, die Motoren effizienter (der kleine 218-PS-Diesel soll 5,5 Liter brauchen) und wer auf Konzertatmosphäre steht, der darf sich auf den 3-D-Klang freuen. Fast wie im Kino. Das fahrende Cineplex-Vergnügen kostet natürlich auch weit mehr als der durchschnittliche Kinobesuch. Los geht es beim neuen Audi Q7 ab 60.900 Euro, bei den Extras gibt es fast kein Limit nach oben.

Mit diesen Assistenten ist der neue Audi Q7 ausgerüstet:

Ausstiegswarnung

Ausstiegswarnung beim neuen Audi Q7.

Aktiv ist die Ausstiegswarnung, wenn der SUV steht. Sobald die Tür geöffnet wird und sich ein Fahrzeug von hinten nähert (auch Räder), blinken die Hochleistungs-LEDs in der Türe rot auf. Die Ausstiegswarnung ist drei Minuten lang nach dem Parken aktiv.

Abbiegeassistent

Abbiegeassistent im Audi Q7.

Sensoren überwachen beim Linksabbiegen den Gegenverkehr. Übersieht der Fahrer ein entgegenkommendes Auto, wird der Q7 bis zum Stillstand abgebremst. Das System ist im Geschwindigkeitsbereich zwischen zwei und zehn Stundenkilometer und ab dem Setzen des Blinkers aktiv.

Stauassistent

Stauassistent.

Die Daten der Radsensoren und der Frontkamera werden vom Stauassistenten benötigt. Er führt das Auto durch leichte Lenkeingriffe selbständig und hält Abstand zur vorausfahrenden Kolonne. Das System funktioniert im Geschwindigkeitsbereich bis zu 65 Stundenkilometer.

Querverkehrsassistent

Querverkehrassistent.

Das Heckradar liefert die Daten, ob sich seitlich Fahrzeuge nähern, wenn man rückwärts ausparkt. Dann gibt es eine mehrstufige Warnung erst auf dem Monitor, dann akustisch und schließlich gibt es eine sanfte Warnbremsung. Ein echt praktischer elektronischer Helfer.

Das ist der neue Audi Q7

Das ist der neue Audi Q7

RDF

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