Kleinwagen-Freund wird BMW-Fan

BMW 3er: Ein Auto zum Bekehren

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Der neue 3er macht unseren Kleinwagen-Freund zum BMW-Fan.

Als bekennender Kleinwagenfahrer hat man ja so seine Vorurteile gegenüber BMW: Das sind doch die Autos, die einen lichthupend von der Überholspur drängen...

BMW 320i

Motor: 4-Zylinder, 1995 ccm
Leistung: 125 kw/170 PS
Max. Drehmoment: 210 Nm
Durchschnittsverbrauch nach
EU-Norm:6,6 Liter CO2
Emission: 154 g/km
Höchstgeschw.: 230 km/h
0 - 100 km/h: 8,1 Sekunden
Preis: ab 34.100 Euro

...oder beim Einfädeln erst gar nicht reinlassen… Der beste Weg, Vorurteile abzubauen, ist bekanntlich: kennenlernen. Und wie könnte man BMW besser kennenlernen als im meistverkauften Modell der bayerischen Autokönige, dem 3er…
Nach zwei Wochen Testfahrt im neuen 3er versteht auch der notorische Kleinwagenfan, warum dieser Wagen so erfolgreich ist: Alles, vom kleinen Detail im Cockpit bis zum großen Gefühl bei der Beschleunigung, ist im 3er einfach eine Spur toller. Der Preis (33.100 Euro Grundpreis für das Modell 320i, 46.100 Euro für den 335xDrive) wird da zumindest verständlicher.

Sozial vernetzt und noch sportlicher: Der neue 3er BMW

Sozial vernetzt und noch sportlicher: Der neue 3er BMW

Natürlich bietet dieser Wagen so manche Hightech-Spielerei, die zur reinen Fortbewegung von A nach B sicher nicht notwendig ist – die aber natürlich für den Fahrspaß sorgt, den das 08/15-Auto nicht bieten kann! Zum Beispiel der sogenannte Fahrerlebnis-schalter: Der Fahrer kann zwischen den Einstellungen Komfort, Sport, Sportplus und Eco Plus wählen. Sollte also das schlechte Öko-Gewissen plagen: Per Knopfdruck lassen sich durch veränderte Schaltautomatik, träger reagierendes Gaspedal und gedrosselte Klimaanlage bis zu 20 Prozent Sprit einsparen. Auf dem Display lässt sich der Sparerfolg in Form von den zusätzlichen Kilometern ablesen, die man mit einer Tankladung schafft

Wenn das schlechte Klimagewissen Ruhepause hat, kann sich der 3er-Fahrer die dem Gefährt angemessenere Sporteinstellung gönnen: Der Motor röhrt, beim Beschleunigen presst es einen in die Sitze – BMW-Feeling pur.

Elegant: Im Cockpit finden sich auch Kleinwagenfans zurecht.

Andere technische Leistungen sind mehr als Spielerei, sondern ein echtes Plus an Sicherheit. Das Head-Up-Display beispielsweise, das erstmals auch im 3er für 980 Euro Aufpreis zu haben ist: Wie ein Hologramm werden die erlaubte und die gefahrene Geschwindigkeit auf die Frontscheibe projiziert. Und auch die Wegbeschreibung durch das Navi steht nun in Sichthöhe des Fahrers.
Der neue 3er, seit Anfang des Jahres im Handel, ist optisch fast schon ein 5er: Er ist 93 Millimeter länger als der Vorgänger und kommt so auf eine Gesamtlänge von gut 4,61 Meter. Das ist auch ein Gewinn für die Beinfreiheit auf den Rücksitzen. Durch einen Spurzuwachs um rund 40 Millimetern an Vorder- und Hinterachse wirkt er zudem wuchtiger.

Auch der Kofferraum hat zugelegt: Mit 480 Litern Volumen bietet die Neuauflage des meistverkauften BMW 20 Liter mehr Platz als das Vorgängermodell.

Größer und trotzdem 40 Kilogramm leichter – dieses Kunststück mussten die BMW-Konstrukteure hinbekommen, da immer mehr Kunden auf den Verbrauch achten. Bei unserer Testfahrt benötigten wir im Stadtverkehr im Schnitt 8,4 Liter, im kombinierten Autobahn-Stadtverkehr 7,6 Liter auf 100 Kilometer. Für die Klimabewussten soll demnächst auch der 3er mit Hybridantrieb auf den Markt kommen.

Also, BMW tut einiges, um das Umweltimage zu verbessern und meine Vorurteile zu zerstören. Übrigens: Heute ließ mich ein BMW-Fahrer freundlich winkend einfädeln, als die Straße einspurig wurde … Und die Drängler auf der Autobahn, das sind doch die Audi-, Porsche- und Daimlerfahrer!

Klaus Rimpel

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