Ganz schön frech

Der gestreckte Mini!

Der neue Mini Clubman ist jetzt 4,23 Meter (plus 27 Zentimeter) lang.
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Der neue Mini Clubman ist jetzt 4,23 Meter (plus 27 Zentimeter) lang.

Der neue Mini Clubman ist zwar größer und erwachsen geworden – aber frech geblieben. In allen Dimensionen deutlich gestreckt, geräumiger und qualitativ hochwertiger soll der einstige Kleinwagen...

...jetzt als Sechstürer in der hart umkämpften Kompaktklasse die Konkurrenz von VW Golf, BMW 1er & Co angreifen.

Zum Marktstart am 31. Oktober startet der neue Mini Clubman zunächst mit drei Motoren (116 bis 192 PS), drei weitere folgen. Einstiegspreis: 23.900 Euro. Im Topmodell Cooper S Clubman (Preis ab 27.500 Euro) haben wir die guten alten Mini-Gene und das Gokart-Feeling gesucht.

Schon beim ersten Treffen mit der zweiten Clubman-Generation ist klar: Dieser Mini ist von den Außen- und Innenmaßen her kein kleiner knuddliger Mini mehr: 27 Zentimeter länger als sein Vorgänger und mit rund 4,23 Metern ist er jetzt genauso lang wie der VW Golf. Auch in der Breite hat der fünfsitzige Kombi satte neun Zentimeter zugelegt.

Typisch Mini, oder?

Geblieben ist die typische Mini-Silhouette, die neuerdings eine Dachfinne mit roter Alarmanlagen-Statusleuchte ziert. Die wuchtige Frontpartie erhielt neue markante Lufteinlässe, das Heck breitere Schultern. In die typischen Clubman-Hecktüren wurden große horizontale LED-Leuchten integriert, die Stege dazwischen zugunsten besserer Sicht deutlich schmaler. Neu, praktisch und für 390 Euro Aufpreis erhältlich: Per Schlüssel- oder Fußsignal lassen sich die Split Doors auch automatisch öffnen. Analog zur Fahrzeuglänge hat auch das Ladevolumen zugelegt: Der Clubman fasst jetzt familientaugliche 360 Liter Gepäck (+70 Liter). Bei komplett umgeklappten Rückenlehnen (40:20:40) und herausgenommenem Ladeboden sogar heimwerkertaugliche 1250 Liter (+320 Liter). Selbst größere Mitfahrer haben jetzt dank des nun zehn Zentimeter längeren Radstands hinten mehr Bein- und Kopffreiheit. Für mehr als zwei Passagiere wird es aber eng. Bestenfalls haben drei Kinder Platz, doch gibt es nur zwei Isofix-Halterungen.

Neu ist das Interieur. Edles Lounge-Ambiente, hochwertige Materialien, modernes Lichtdesign. Der Clubman wird in die Premium-Kompaktklasse gehievt. Auffällig vor allem der LED-Lichtring ums große Zentralinstrument, je nach Fahrmodus (Sport, Mid, Green) in verschiedenen Farben. Für 600 Euro Aufpreis ist auch ein Head-up-Display erhältlich.

Das Top-Modell, der Mini Cooper S Clubman, treibt ein 2,0-Liter großer Vierzylindermotor mit 192 PS an. Der spurtet in 7,2 Sekunden (Automatik: 7,1 Sekunden) von 0 auf 100 km/h und schafft in der Spitze 228 km/h. Unser Spritverbrauch lag mit der kurzen 6-Gang-Handschaltung bei defensiver Fahrweise mit 6,9 Litern nur knapp über dem Normwert von 6,2 Litern. Bei flotterer Fahrt mit der knackigen 8-Gang-Steptronic (2.100 Euro Aufpreis) stießen wir allerdings an die Neun-Liter-Grenze. Und auf bergiger Kurvenstrecke war es endlich da: das alte Mini-Gokart-Feeling. Auch in einem „Kombi“ sind also Adrenalinschübe möglich…

Der neue Mini Clubman - erste Fotos

Uwe Fajga

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