Porsche 911 Carrera

Elf Gründe, warum der neue 911er besser ist?

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Der neue Porsche 911 Carrera.

Er ist da, der neue 911er. Wir haben ihn schon mal kurz getestet. Und mindestens neun, wenn nicht sogar elf Gründe gefunden, warum der neue 911er noch besser ist als sein Vorgänger.

1. Neuer Motor

Der Drei-Liter-Turbo (und damit kein Sauger mehr) entfaltet jetzt noch mehr Drehmoment, nämlich um 50 Nm mehr auf jetzt 450 Nm beim einfachen Carrera (370 PS) und 500 Nm in der S-Variante (420 PS). Und das über einen Drehzahlbereich von 1700 bis 5000 Umdrehungen. Unabhängig von den Fahrleistungen, die erstmals beim Carrera S mit 3,9 Sekunden von 0 auf 100 unter der 4-Sekunden-Grenze liegen, bedeutet das eine lineare und beständig explodierende Kraftentwicklung ganz ohne Turboloch. Gib Gas, das macht Spaß!

2. Verbrauch

Der komplett neu entwickelte Motor braucht zwölf Prozent weniger Benzin: Das bedeutet 7,4 Liter auf 100 Kilometer Normverbrauch (beim S-Modell 8,7 Liter). Werte, die mit der Realität nichts zu tun haben dürften, es sei denn, der Fahrer ist verbotenerweise mit einem schmerzhaften Kreuzbandriss im Gasfuß unterwegs.

3. Technologie aus dem Turbo und dem GT3

Erstmals gibt es eine Hinterradlenkung für das S-Modell. Sie kostet zwar 2249 Euro Aufpreis, aber ist nicht nur für stabilere Spurwechsel bei hohen Geschwindigkeiten zuständig, sondern reduziert auch den Wendekreis um 0,4 Meter. Praktisch im Alltag, falls man im Feinkostladen versehentlich seine ganzen Einkäufe hat liegen lassen.

4. Die neue Garagentauglichkeit

Mit einem Liftsystem (2261 Euro extra) lässt sich der 911er um 40 Millimeter nach oben fahren: das verschafft die nötige Bodenfreiheit für Garagen mit Holper-Stolperschwelle.

5. Neuer Auspuffsound

Wir sind nach den ersten Testfahrten zwar der Ansicht, dass der „normale“ Carrera mit seinem wundervoll runden Trompetensound, der direkt in der unteren Bauchhöhle explodiert, völlig ausreichend ist. Aber die Sportauspuffanlage mit dem böllernden und kernigen Kanonensound hat schon was. Ob man sie braucht? Sie kostet 2606 Euro extra und lässt sich ausschalten, wenn man lieber auf leisen Sohlen unterwegs sein möchte.

6. Das Facelift

Das Facelift ist zwar keine Rundum-Schönheits-OP, aber jedenfalls mehr als eine Botox-Spritze gegen die ein oder andere Falte. Vorne wurden die Lufteinlässe - ein Erfordernis der größeren Motorleistung - elegant vergrößert. Damit wirkt der neue 911er haifischartiger als der alte. Das neue Vier-Punkt-Tagfahrlicht erinnert zwar mehr an eine Energiesparlampe als an Hightech, tut aber dem verbesserten dynamischen Auftritt kaum Abbruch. Hinten fallen die vertikalen Lamellen gleich über dem Spoiler auf. Über sie holt der Turbo-Motor Luft. Das Ausatmen erfolgt über die beide markanten Turboauslässe rechts und links unten in der Heckschürze.

7. Infotainment 

Hurra, das PCM (also das Bordinformationssystem) ist endlich neu und zeitgemäß. Wischfunktionen und eine moderne Annäherungssensorik wurden endlich reingepackt. Nun ist das alte Huawei-Handy endlich nicht mehr moderner als das Infosystem an Bord des Porsches. Fast schon genial ist die Koppelbox für Handys unter der Mittelarmlehne. Dort ist das Smartphone zum einen gut aufgehoben, und zum anderen wird es durch die vorbildliche Menüführung im Verbindungsmanager in Sekundenschnelle einsatzbereit für Telefonie, Daten und Musik.

8. PSM 

Nicht ganz neu, aber nachgesteuert und nachgeschärft wurde das Regelsystem PSM (Porsche Stability Management). Im Sport-Modus lässt es etwas mehr Freiheit zu, schaltet sich aber im Zweifelsfall präzise wieder zu, so dass keiner seinen 911er in der Kurve versenken muss und trotzdem Spaß haben kann am schwänzelnden Heck.

9. Der Knopf

Endlich ist der Knopf da, wo er hingehört. Direkt am Lenkrad schaltet man jetzt zwischen den verschiedenen Fahrmodi hin und her. War doch Unfug, so einen wichtigen Schalter - wie bislang - umständlich auf der Mittelkonsole zu platzieren. Noch schöner ist der runde Druckknopf in der Mitte des neue Schalters. Hier lässt sich für 20 Sekunden eine Boost-Funktion zuschalten, um aus dem Motor das Äußerste herauszukitzeln, falls sich ein Gegner an der Ampel partout nicht abschütteln lassen will. "Response Button" heißt er und bewirkt, dass mehr Ladedruck zur Verfügung steht und dass die Motorsteuerung auf Beschleunigung optimiert wird.

10.

Es ist ein 911er.

11.

Nur noch schöner.

PS. Es gibt einen Grund, warum wir noch kein Porschefahrer sind. Der Preis: Denn der neue einfache Carrera kostet in der Grundausstattung 96.605 Euro, das S-Modell ab 110.766 Euro.

Perfekt! Der neue Porsche 911 Carrera

RDF

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