Toller Tscheche

Der neue Skoda Superb: Ein großer Wurf

Skoda Superb
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Vielseitig, komfortabel, innovativ: Der Skoda Superb setzt in der Mittelklasse Maßstäbe. 

Wir lehnen uns mal aus dem Fenster: Mit dem neuen Skoda Superb ist den Tschechen ein großer Wurf gelungen! Die Limousine kann in allen Bereichen locker...

... mit Mitbewerbern wie VW Passat, Opel Insignia oder Audi A4 mithalten – und ist dazu sogar noch günstiger! Am 13. Juni ist Marktstart, wir haben uns das Flaggschiff der Marke bereits näher angesehen.

Schon die Optik beim Skoda Superb stimmt: Statt des sonst eher biederen Skoda-Blechkleids gibt es seitlich sportliche Sicken. Die sanft abfallende Dachlinie verleiht dem Wagen nahezu die elegante Leichtigkeit eines Coupés. Die Vorderfront zielt auf Breitenwirkung, was Souveränität und Zuverlässigkeit suggeriert. Superb!

Hinter dem Lenkrad sitzend atmen wir tief durch: So viel Luft, so viel Platz! Gewonnen wird er durch einen um acht Zentimeter verlängerten Radstand, ein drei Zentimeter Wachstum in der Länge auf jetzt 4,86 Meter und ein Fünf-Zentimeter-Plus in der Breite. So haben Passagiere auf allen Sitzen viel mehr Raum. Der Kofferraum bietet zudem 625 Liter Volumen. Das sind 30 Liter mehr, als die letzte Generation des Superb vorweisen kann. Wer die Rücksitzlehnen per Knopfdruck vom Kofferraum aus umlegt, kann dann 1760 Liter unterbringen. Wird auch der Beifahrersitz versenkt, passen Gegenstände bis zu 3,10 Meter Länge ins Fahrzeug.

Für den Superb wird es zunächst auf Basis des Modularen Querbaukastens im VW-Konzern fünf Benziner und drei Diesel mit einer Leistung zwischen 120 bis 280 PS geben. Dabei wurde am Verbrauch kräftig gefeilt – er wurde um bis zu 30 Prozent gesenkt. Die sparsamste Motorisierung kommt laut Hersteller mit 3,7 Litern je 100 Kilometer aus. Ein unglaublicher Wert, der nicht nur an weiterentwickelten Antrieben liegt, sondern auch auf eine verbesserte Aerodynamik und 75 Kilo abgespecktem Gewicht zurückzuführen ist. Alle Motoren erfüllen die strenge Euro-6-Norm und sind serienmäßig mit Start-Stopp-Funktion ausgestattet.

Erste Testfahrt mit dem Skoda Superb

Bei Testfahrten haben wir Gelegenheit, die adaptive Fahrwerksdämpfung zu fordern. Im Komfort-Modus federt die Limousine gekonnt Unebenheiten und Dellen weg. Im Sport-Modus geht es straffer zur Sache, die Gasannahme kommt spontaner, und gekonnt zwirbelt der Tscheche um Kurven. Uns persönlich könnten die Unterschiede aber noch markanter sein.

Skoda Superb.

Beeindruckend ist das Angebot an Assistenzsystemen, das Skoda für die Sicherheit des Superb und seiner Insassen bereitstellt: Serienmäßig sind u.a. Multikollissionsbremse, Front Assist mit City-Notbremsfunktion, sieben Airbags, zu denen auf Wunsch noch zwei hintere Seiten-Airbags geordert werden können. Optional stehen Helfer wie Adaptive Cruise Control, welches das Auto auf sicheren Abstand zum Vordermann hält, ein Stauassistent, der das Auto selbstständig losfahren und bremsen lässt, ein Fernlicht, das den Gegenverkehr durch eine „Maske“ nicht blendet oder die nützliche Verkehrszeichenerkennung zur Wahl. Erwähnt sei hier auch der Ausparkassistent, der beim Ausparken sogar frühzeitig vor querfahrenden Autos warnt. Bei vielen Hightech-Highlights bedient sich der Superb übrigens aus dem Konzernregal der VW-Übermutter.

Der neue Skoda Superb ist ab 24.500 Euro zu haben.

Aber was wäre ein Skoda ohne seine beliebten „Simply clever“-Lösungen. Hier haben wir das Stadium des Eiskratzers im Tankdeckel längst verlassen. Den gibt es zwar auch, hinzu kommen aber Schmankerl wie zwei in den Vordertüren versteckte Regenschirme – für ein kleines bisschen Rolls-Royce-Gefühl. Praktisch auch die sogenannte Einhandöffnung, mit der sich eine Trinkflasche während der Fahrt eben einhändig öffnen und schließen lässt. Insgesamt hat man sich bei Skoda 29 solcher Lösungen für Alltagsproblemchen überlegt.

Zu entdecken gibt es darüber hinaus viele Details, die vielleicht nicht kaufentscheidend, aber einfach schön sind: Etwa eine Ambientebeleuchtung, die im Wageninneren bei Dunkelheit wahlweise blau, grün oder gelb leuchtet. Oder ein Panorama­dach, das einen ungetrübten Blick auf den Himmel ermöglicht.

Unser Fazit

Ein starkes Stück Mittelklasse, das in vielen segmentspezifischen Bereichen die Spitze besetzt. Platz, Komfort, Technik und Optik – top. Das alles zu Preisen ab 24.590 Euro. Spannend wird es übrigens noch einmal im Herbst: Dann kommt der Kombi.

Katrin Basaran

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