Vitaler Sportler

190 PS! Mehr Puls für Pulsar

Nissan Pulsar
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Pulsar Seit dem Start im Herbst 2014 wurden bei uns 4000 Nissan Pulsar verkauft

Im Automobilbau gab es zuletzt vor allem einen Weg – runter von der Straße, rein ins Gelände. Abseits der Pisten tummelt sich Nissan schon lange...

... mit dem Pathfinder, dem Xtrail und seit sieben Jahren höchst erfolgreich mit dem Qashqai. Das Geschäft mit Mittelklasse-Limousinen haben die Japaner auf dem europäischen Markt hingegen lange schleifen lassen. Damit ist seit Herbst 2014 Schluss: Nissan brachte den Pulsar auf die Straße und schloss die Lücke zwischen SUVs und Kleinwagen wie dem Micra. In den ersten neun Monaten seit dem Marktstart verkaufte Nissan allein in Deutschland 4000 Exemplare des Pulsar. Mit diesem Erfolg im Rücken steht nun die Premium-Variante des Wagens am Start. Bislang gab es diese Aggregate: einen 1,2-Liter-Turbo-Benziner mit 115 PS und einen 1,5-Liter-Diesel mit 110 PS. Als Nummer drei steht nun ein drittes Aggregat zum Einbau bereit, ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit stolzen 190 PS!

Nissan Pulsar kommt mit 190 PS 

Schauen wir uns die Pulsar-Familie von außen an. Der Karosserie merkt man am ehesten an, dass Dynamik bei den Desig­nern im Vordergrund stand. Die Nissan-typische Taillierung, eine geschwungene Kante über den stark nach außen gewölbten Radkästen, die in Richtung Heck leicht nach oben ansteigt, findet sich auch beim Pulsar. Darunter erkennt man eine parallele Linie, die oberhalb des Schwellers verläuft. Nimmt man dazu die V-förmige Chromspange in der Grillmitte, die einschneidenden Scheinwerfer und die akzentuierten Nebelscheinwerfer, möchte man meinen, der Windkanal selbst habe den Pulsar geformt.

Aufgeräumt das Cockpit. Das große Plus des Pulsar liegt aber in seiner Geräumigkeit im Wageninneren.

Im Inneren offenbart der Pulsar den ganzen Stolz seiner Konstrukteure. Er ist 4,40 Meter lang, sein Radstand misst aber rekordverdächtige 2,70 Meter. Das ermöglicht einen einzigartigen Knieraum im Fond von 692 Millimetern. Aber nicht zu Lasten des Kofferraums: 385 Liter haben Platz, klappt man die Rücksitze herunter, sind es 1395 Liter. Ein Ford Focus Turnier hat nicht viel mehr zu bieten.

Die 190-PS-Version verfügt über straffe Ledersitze mit leichter Schalenbildung. Das Cockpit wirkt erfreulich aufgeräumt. Ein Auto ist kein Airbus, je weniger Schalter, Hebel und Knöpfe, desto besser. In der Cockpit-Mitte gefallen ein gut einsehbarer 5,8-Zoll-Monitor und eine Heizung/Klimaanlage mit erfreulich großen Bedienelementen. Beide entfalten rasch ihre Wirkung.

Auch beim Pulsar gibt es die drei Nissan-Ausstattungsvarianten Visia, Acenta und Tecna, das Spitzenmodell mit 190 PS gibt es nur als Acenta und Tecna sowie mit verchromtem Auspuffrohr, LED-Scheinwerfern mit LED-Signatur, 18-Zoll-Walzen und schwarzem Interieur mit weißen Ziernähten.

Viel drin zum guten Preis: Unser Autor Hans Moritz testete den 190-PS-Pulsar.

Formschönes Blechkleid und vitales Innenleben, das ist schon eine Menge. Aber zu wenig, um die Massen aus ihren Golfs, Mazdas und Ford Focus’ zu lotsen. Nissan geht den Weg, den auch andere Hersteller aus Fernost wie etwa Kia beschreiten. Sie packen allerlei Nützliches in ihre Autos, Privilegien, die sonst gern die Premium-Hersteller für sich beanspruchen: Besonders überzeugt hat uns neben der selbst reinigenden (!) Rückfahrkamera der Around-View-Monitor, eine Draufsicht aufs manövrierende Fahrzeug aus der Vogelperspektive. Hinzu kommen die Bewegungserkennung sowie Totwinkel-, Spurhalte- und autonomer Notbrems-Assistent.

Bei der Ausstattung will Nissan mit dem Pulsar mehr bieten als die Konkurrenz. Beim Preis soll aber weniger mehr sein. Die Spanne beginnt bei 17.940 Euro für die Linie Visia und reicht bis 26.090 Euro für den neuen 1,6 DIG-T in der Ausführung Tekna.

Unser Fazit

Nissan hat mit dem Pulsar einen formschönen vitalen Sportler auf den Asphalt gestellt, der auch als Familienauto eine gute Figur macht. Das Spitzenmodell ist ein zugkräftiger Langstreckenläufer, bei dem Fahrspaß garantiert ist – und das alles zu Preisen, bei denen viele Mittelklasse-Wagen rechts ranfahren müssen.

Hans Moritz

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