Stärker und schneller

Nissan Qashqai & Juke: Warum diese Japaner rocken

Nissan Juke Nismo RS Modell 2015
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Kleine Rennsemmel: Der Juke Nismo RS erinnert außen wie innen an den Motorsport und macht einfach Spaß. Der Platz für Insassen und Gepäck bleibt trotz Modifizierungen gleich

Nissan, der Crossover-Spezialist aus Japan, hat seinen beiden Bestsellern Qashqai und Juke ein Leistungsplus verordnet. Während bei ersterem ein neuer Benziner mit nunmehr 163 Pferdestärken Einzug hält...

...wurde dem kleinen Crossover gleich eine Extra-Portion Tuning verpasst. Für beide Modelle gilt nun: Nie waren sie stärker und schneller! Wir stiegen schon mal ein und konnten bei Probefahrten einen Eindruck gewinnen. Erstes Fazit: Die rocken, die Japaner!

Schärfer: Nissan Juke Nismo RS

Man liebt ihn oder reibt sich an seinen ungewöhnlichen Rundungen. Dabei wird der Nissan Juke künftig noch ein wenig mehr auffallen: Die Japaner haben den kleinen Crossover noch schärfer gestellt und präsentieren ihn jetzt als rassigen Nissan Juke Nismo RS.

Nismo ist der Werkstuner der Japaner und steht für Nissan Motorsport. Als Vertreter dieses Hauses wurden dem Juke Nismo RS (steht für Racing Sport) 218 muntere Pferdestärken unter die Haube gelegt, die der 1,6-Liter-Motor mit Turbobeatmung jetzt locker macht – 18 PS mehr, als er dem „normalen“ Juke Nismo spendierte und der jetzt durch den RS ersetzt wird. So ausgestattet sprintet der rassige Kleine jetzt von null auf 100 km/h in sieben Sekunden.

Nissan Juke Nismo RS.

Äußerlich ist der Juke Nismo RS an roten Bremssätteln, roten Außenspiegeln und dem RS-Logo an Front und Heck erkennbar. Um den Auftrieb des kleinen Krawallos zu mindern, gibt es einen Dachspoiler. An Front und Heck wurden die Stoßfänger tiefer gezogen, breitere Seitenschweller unterstreichen den sportlichen Auftritt. Das Interieur orientiert sich ebenfalls am Rennsport (Sportlenkrad, Alupedale, Cockpit) und kann optional mit Recaro-Schalensitzen ausgerüstet werden.

In der Frontantriebsversion mit Schaltgetriebe beträgt das Drehmoment jetzt 280 Nm. Um die Antriebskraft verlustfrei auf die Straße zu bringen, wurde ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse verbaut. Im Allrader ist das laut Hersteller nicht nötig, hier liegt das Drehmoment bei 250 Nm. Im Test fuhren wir einen Juke Nismo RS mit 4WD sowie Achtgangautomatik mit Schaltwippen am Lenkrad. Nicht nur, dass sich der Kleine wie erwartet als Rennsemmel entpuppte, er überzeugte auch mit kernigem Sound, der durch ein modifiziertes Abgassystem verstärkt wird. Auch bei Handling und Performance gab es nichts zu meckern. Ab 28.200 Euro.

Nissan Qashqai: Stark und schnell wie nie

Huii, der geht ab! Die Japaner haben nicht zu viel versprochen. Mit dem neuen 1,6-Liter-Turbobenziner unter seiner Motorhaube soll der Nissan Qashqai der schnellste aller Zeiten sein. Aus 1,6 Litern Hubraum schöpft der Crossover 163 PS. In 9,1 Sekunden sprintet der knapp 1280 Kilo schwere Japaner von null auf 100 km/h. In der Spitze schafft er 200 km/h. Zudem erfüllt er die Euro-6-Abgasnorm.

Beliebter Crossover: Der Nissan Qashqai gehört zu den beliebtesten Modellen in Deutschland.

Im Test zieht der Qashqai 1,6 DIG-T prima von der Ampel weg. Kraftvoll und zuverlässig reiht er sich auf der Autobahn zwischen allerlei Kraftprotze ein, hält mehr als gut mit und hat auch bei Überholmanövern stabile Reserven, um flüssig vorbeizuziehen. Auf der Landstraße wird die Laufruhe des Motors deutlich, zu hören ist er kaum. Wir fahren ein manuelles 6-Gang-Schaltgetriebe, für den neuen Motor steht optional aber auch ein Xtronic-Getriebe zur Wahl. Was den Verbrauch anbelangt, so werden von Nissan 5,6 Liter kombiniert angegeben. Auf unserer Testfahrt über Autobahn, Landstraße und durch die Stadt erreichen wir acht Liter, wobei wir den Motor nicht unbedingt schonen.

Nissan Qashqai - unser Fazit

Der 1,6 DIG-T bereitet viel Freude und verleiht dem japanischen Bestseller durchaus Flügel. Und was kostet er? Das Topmodell ist ab sofort zu Preisen ab 25 490 Euro bestellbar.

Insgesamt umfasst das Qashqai-Motorenangebot nunmehr vier Aggregate. Neben dem neuen Benziner steht ein 1,2 DIG-T mit 115 PS zur Wahl. Auf der Selbstzünderseite finden sich außerdem ein 1,5 dCi mit 110 PS sowie ein 1,6 dCi mit 130 PS.

K.B.

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