Opel-Spaß

Astra: Die Familie wächst

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Die neue Astra-Vielfalt: Der Fünftürer (links vorne), die neue Limousine (Mitte), rechts der elegante Sportstourer, hinten die sportlichen Dreitürer GTC und OPC.

Rechtzeitig zum Start des führenden Kompakten aus Wolfsburg machen auch die Rüsselsheimer mobilen Frühjahrs- , ähh, Spätsommerputz. Oder wie Opel das nennt: Astra Line-up.

Es bietet ab Herbst eine Fülle an technischen Neuerungen und optischen Aufhellern, kommt mit sportlichen und sparsameren Eco-Flex-Motoren, mit Assistenzsystemen aus Ober- und Mittelklasse sowie einer größeren Angebotsbreite daher. Zudem wertet die neue Astra-Limousine die Karosseriepalette auf. Sie bestand bislang aus Fünftürer, Sportstourer, Coupé GTC und dem Renngeschoss OPC (280 PS, 250 km/h Spitze).

Die neue Astra-Limousine

Die neue Limousine zeigt sich klassisch schwungvoll mit langgestreckter Silhouette und eleganter Dachlinie. Das Heck wirkt trotz breiter Rückenleuchten ein wenig brav. Richtig brav – und das freut – ist die Leistung im Inneren des 4,66 Meter langen Autos: Kopf- und Beinfreiheit sind garantiert, der Kofferrauminhalt ist mit 460 Litern (auf 1010 Liter erweiterbar) zwar nicht Klassenbester, aber ausreichend bemessen. Allerdings ist die Ladehöhe hinten recht hoch. Freude macht das übersichtliche und funktionale Cockpit, das mit liebevoll verarbeiteten Chrom-Intarsien, ergonomischen Sitzen sowie diversen sportlichen Accessoires – von Chrom-Racing-Pedalen über spezielle Rennstreifenoptik in den Bi-Turbo-Modellen bis zum optionalen Panormafenster – in den unterschiedlichen Linien für ein Gefühl sorgt, das deutlich über Kompaktklasse liegt.

Funktional und schön: Das Cockpit ist durch Chrom­intarsien deutlich aufgewertet.

Noch mehr Freude macht ein Motorisierungs-Detail: Bei ersten Tests in Rheingau und im Taunus bereitete der für den Astra adaptierte Bi-Turbo-Diesel, den Opel bereits im Insignia erfolgreich eingesetzt hat, richtig Spaß. Der Zweiliter-Vierzylinder (in 8,4 Sekunden von null auf 100 km/h, 195 PS, Spitze: 226 km/h; max. Drehmoment: 400 Nm), der im Astra als kleiner und großer Turbolader für unterschiedliche Drehzahlbereiche mit zwei getrennt unterge­brachten Ladeluftkühlern installiert ist, sorgt für einen satten und gleichmäßigen Abzug in allen Fahrsituationen. Turboloch ade: 320 Nm, also 80 Prozent des maximalen Drehmoments, stehen schon bei 1.250 U/min zur Verfügung.

Der Bi-Turbo: Er sorgt für satten Durchzug in allen Drehzahlbereichen.

Kräftige Neuigkeit auch beim 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 PS: Der Motor wurde mit einer automatischen Overboost-Funktion, die das Drehmoment beim Überholen kurzzeitig um zehn Prozent auf 220 Newtonmeter anhebt, ausgestattet. Zusätzliche Komponenten, wie das adaptive FlexRide-Fahrwerksystem, lassen den Astra-Unterbau alle Untergründe und Fahrstile bewältigen.

Zusätzlich bieten die Rüsselsheimer eine Vielzahl optionaler Assistenzsysteme wie Frontkamera, Spurassistent oder Toter-Winkel-Warner, ein Navi mit integrierter Rückfahrkamera, eine Einparkelektronik und einen Sensor, der den Abstand nach vorne reguliert sowie den Notbrems­assistenten steuert.

Das alles hat seinen Preis, sodass der Astra-Fan für die Maximalaufrüstung schnell an der 28 000-Euro-Marke kratzt. Aber Opel bietet auch richtig Spaß für den Geldbeutel: Sozusagen in der „Basis-Basis“-Version ist der Astra-Fünftürer „Fun“ (mit dem kleinsten 1,4-Liter-Benziner, 87 PS) schon ab 14.990 Euro zu haben. Und die neue viertürige Limousine (mit 1.4 Liter-Benziner/100 PS, Fünf-Gang-Schaltung) gibt’s zum Preis von 18.270 Euro inklusive ESP, sechs Airbags, manueller Klimaanlage und serienmäßigem adaptivem Fahrlicht.

Oliver Menner

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