Facelift für Van

Kleines Make-up für den Opel Meriva

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Opel Meriva: Jetzt hat Opel sein flexibles Raumwunder aufgepeppt.

Mit seinen „Schmetterlingstüren“ – ähnlich einem englischen Taxi – sorgte der Opel Meriva der zweiten Generation vor vier Jahren für Furore. Seither erfreut sich der Mini-Van zunehmender Beliebtheit..

...nicht nur bei Familien und Mamas mit Kleinkindern, sondern wegen seiner höheren Sitzposition auch bei Senioren. 100.000 Merivas haben die Rüsselsheimer bisher verkauft. Jetzt hat Opel sein flexibles Raumwunder aufgepeppt. Ab Samstag steht das Facelift bei den Händlern – stärker, sparsamer und bis zu 1000 Euro günstiger als die Vorgängermodelle. Glanzstück ist der von uns getestete Meriva mit dem neuen 136 PS starken 1,6-l-Turbodiesel.

Neue Optik

Das Cockpit des Opel Meriva: Optional gibt es jetzt auch eine Lenkradheizung.

Rein optisch unterscheidet sich der Meriva auf den ersten Blick kaum von seinem Vorgänger. Kühlergrill und Seitenfenster sind jetzt mit Chromleisten verziert, dazu gibt’s die Frontscheinwerfer optional mit LED-Tagfahrlicht. Das Heck wirkt durch die neu gestalteten LED-Rückleuchten dynamischer. Dazu gibt’s sportliche 17- und 18-Zoll-Räder. Insgesamt kann der Kunde nun zwischen zwölf Karosseriefarben wählen: Neu sind der Perleffekt-Ton Smaragd Grün (530 Euro Aufpreis) und Limonen Gelb (190 Euro extra). Aber das war’s dann schon an Make-up.

Der Innenraum blieb optisch unverändert. Die ergonomischen Sitze für Fahrer und Beifahrer sind hochwertig, bequem und für Langstrecken gut geeignet. Die dreiteilige Rückbank ist schnell und einfach umlegbar. Das Ladevolumen beträgt zwischen 400 bis 1500 Liter – genügend Platz also für Schulranzen, Kinderwagen und Einkäufe.

Dank des Türkonzepts lässt sich der Nachwuchs bequem platzieren. Senioren schätzen den Einstiegskomfort.

Die gegenläufig zu öffnenden Schmetterlingstüren erleichtern vor allem Eltern mit kleineren Kindern das Fixieren des Anhangs in Babyschale oder im Kindersitz extrem. Vorrüstungen für das Befestigungsssystem ISOFIX inklusive Top-Tether-Befestigungsösen sind serienmäßig verbaut. Zusätzlich darf sich der Kunde über insgesamt 31 Ablagen freuen: Zwischen den Vordersitzen befindet sich eine verstellbare Mittelkonsole, in die sogar eine größere Handtasche passt! Komfort an kälteren Tagen bietet außerdem die optionale Lenkrad- und Standheizung. Interessantes Zubehör-Novum für Sportler: Für den Meriva wird gegen 590 Euro Aufpreis ein ausziehbarer Heckträger für zwei Radl angeboten.

Erheblich verbessert hat Opel die Vernetzung. Durch das IntelliLink-Infotainment-System kann man jetzt mit seinem Smartphone nicht nur per Bluetooth telefonieren, sondern verschiedene Aktionen im Auto ganz einfach durch Sprachbefehle steuern – ohne dabei die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Der 7-Zoll-Farbbildschirm ist hochauflösend und ideal bei Parkmanövern.

Neue Motoren

Die gravierendste Neuerung hat der Meriva unter der Haube: Neben den bisherigen sechs Motorvarianten gibt es ab sofort einen 1,6 CDTI mit 136 PS, der schon der Euro-6-Norm entspricht. Auffällig: Der Turbodiesel mit dem direkten Sechsgang-Schaltgetriebe ist erheblich leiser als die anderen Diesel. Den ausgewiesenen Kombiverbrauch von 4,4 Litern auf 100 Kilometer übertrafen wir allerdings um knapp zwei Liter. Tempo 100 schaffte der neue Dieselmotor in 9,9 Sekunden und auch bei höherem Tempo auf der Autobahn hatte der 1,6 CDTI noch Reserven beim Antrieb. Höchstgeschwindigkeit: 197 km/h.

Den 1.6 CDTI gibt es in drei Ausstattungsvarianten, die Preise beginnen bei 23.350 Euro. Günstigster Meriva ist ab 15.990 Euro der 1,4-l-Benziner mit Fünfgangschaltgetriebe und 100 PS.

Heinz Wilhelm

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